5 Minuten mit...

Adjiri Odametey

Ghanas lyrische Seele

ADJIRI ODAMETEY
» Wir haben in Ghana nicht nur Percussion, vieles baut auf Melodieinstrumenten auf. «



Als Zögling des Arts Centre von Accra und Mitglied des Ghana Dance Ballet hat er traditionelle Musik von der Pike auf gelernt. Doch seine Reisen und Erfahrungen, unter anderem mit dem Pan African Orchestra, öffneten Adjiri Odametey die Tore zu anderen Klangwelten, die er nun von seiner neuen Heimat Deutschland aus zu einer sehr eigenen Musiklandschaft gestaltet hat, wie auf seinem neuen Werk Dzen zu hören ist.

TEXT: STEFAN FRANZEN


Im Vergleich zu anderen Ländern Westafrikas ist Ghanas Musikszene bei uns immer etwas stiefmütterlich behandelt worden. Osibisas Disco-Highlife der Siebziger- und Achtzigerjahre ist eher älteren Semestern noch im Ohr, der Afrofunk des Landes stand im Schatten von Fela Kuti und kommt erst durch die Retrowelle seit etwa zehn Jahren nach Europa. Die Palmweinmusik und der Highlife aus früheren Dekaden hatte nur bei ausgewiesenen Weltmusikexperten einen Stellenwert. Heute wird die ghanaische Musikszene von Hiplife und Azonto regiert, kommerzielle Hip-Hop-Varianten des Highlife, die aber keine internationale Auswirkung haben. Ghanas kulturelle Stärke wird hierzulande noch immer eher auf dem perkussiven Sektor wahrgenommen – viele, die in Deutschland Afrotrommeln lernen, tun das anhand ghanaischer Rhythmen.
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AKTUELLES ALBUM:
Dzen (Africmelo Records, 2014)

COVER DZEN

Doch es gibt unter den Künstlern des Landes auch ganz andere musikalische Konzepte. Prominentestes Beispiel ist derzeit der einundfünfzigjährige Adjiri Odametey (sprich: „a’dschiri oda’metti“) aus der Hauptstadt Accra. Seit zwölf Jahren lebt er phasenweise in Deutschland, ist aber tief verwurzelt im Wissen um die kulturelle Vielfalt seiner Heimat. „Ich hatte das Glück, in Accras Stadtteil Osu aufzuwachsen“, erinnert er sich. „Dort leben viele Menschen aus anderen Regionen, zum Beispiel aus Kumasi, und so habe ich durch Freunde die Musikstile aus ganz Ghana kennengelernt.“ Während der Vater fürs Außenministerium arbeitet, findet er durch seine Mutter, die viel auf Partys und Festivals unterwegs ist, Eingang in die Welt dieser künstlerischen Vielfalt.

Odameteys erstes Instrument sind die Congas, dann steigt er auf traditionelle Drums um, später auf Flöte, und schließlich studiert er Jazz und Highlife auf der Gitarre am Accra Arts Centre, für das nur die begabtesten Kinder zu einer strengen und umfassenden Ausbildung ausgewählt werden.

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Update vom
26.12.2014
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