5 Minuten mit...

Bibi Tanga

Der universelle Klangsammler

BIBI TANGA * FOTO: LUCIEN PERROCHON
» Ich bin genauso Europäer,
wie ich Afrikaner bin. «



Der in der Zentralafrikanischen Republik geborene Sänger und Multiinstrumentalist Bienvenue, kurz „Bibi“, Tanga, lebt zwar inzwischen in Paris. Doch ein Reisender ist er geblieben. Bis heute. Erst in Sachen der eigenen Familie – sein Vater ist im diplomatischen Dienst tätig, so lebte er in Russland, Belgien und den USA –, anschließend in Sachen weltumspannender Klangsammelei.

TEXT: FRANZ X. A. ZIPPERER


Meine Sammelleidenschaft für Klänge hat mehrere Quellen, da ist zum einen die riesige Plattensammlung meines Vaters mit exquisiten Alben von Fela Kuti, Bembeya Jazz National, James Brown, Curtis Mayfield, George Clinton, Bob Marley oder Jimi Hendrix“, sagt Bibi Tanga. „Davon ausgehend habe ich mich in andere Regionen von Musik vorgetastet, etwa in die von britischem New Wave und Punk oder amerikanischem Blues.“ Und immer wieder sind seine aktuellen Alben Spiegel dessen, wo Tanga gerade mit seiner Klangsammelei steht.
go! www.bibitanga.fr

AKTUELLES Album:
Now (Jazz Village/Harmonia Mundi, 2014)

COVER NOW

Diesmal ist es einerseits Großbritannien und die Zeit der Specials, von Police oder The Beat, und andererseits sind es die Klänge seiner zentralafrikanische Heimat. „Natürlich lese ich auch voller Bestürzung, was sich dort gerade abspielt“, bekräftigt der Musiker, „und das mich das auch musikalisch nicht kalt lässt, dokumentiert mein auf Sango, der Sprache der Zentralafrikanischen Republik, geschriebenes Stück ‚Ngombe‘. Gleich zu Beginn ist Maschinengewehrfeuer zu hören.“

Das aktuelle Album Now ist der permanente Ausdruck zweier Herzen, die in der Brust Tangas schlagen. Oder ist es ein Herz und eine Seele? „Ich bin genauso Europäer, wie ich Afrikaner bin“, erklärt er, „ob es nun zwei Herzen sind, die in meiner Brust schlagen oder ob es ein europäisches Herz mit einer afrikanischen Seele ist, die Frage stelle ich mir auch oft. Aber es ist einfach so, ich lausche Afrobeat aus Nigeria oder Rumba und Soukous aus Zaire*, um gleich danach David Byrne und seinen Talking Heads ein Ohr zu leihen.“

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Update vom
23.04.2014
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