5 Minuten mit...

Eleni Mandell

Zurück auf der Sonnenseite des Lebens

ELENI MANDELL * FOTO: LAURA HEFFINGTON
» Wenn man sich die
Instrumentierung
wegdenkt, sind
alle meine Lieder
verwandt. «



Klischees vom sonnigen Surferleben an den Stränden ihrer kalifornischen Heimatstadt Los Angeles hat Eleni Mandell noch nie bedient. Die Songschreiberin mit der samtigen Altstimme hat seit Ende der Neunzigerjahre neun CDs und eine EP eingespielt, sich dabei von Album zu Album musikalisch gehäutet und ihre Hörer immer wieder aufs Neue überrascht. Als Alternative Pop und Folk ist ihr Stil bezeichnet worden, doch ihre Einflüsse reichen weiter, vom ruppigen Indiepunk der Band X über die sinistre Poesie eines Tom Waits bis hin zu Countrymusikanklängen der Carter Family. Nach einer eher düsteren Lebensphase legt sie nun ihr neuntes Album vor: Let’s Fly A Kite ist der lebensbejahende dritte Teil einer Trilogie, die einen radikalen Umbruch im Leben der Liedermacherin dokumentiert.

TEXT: ULRICH JOOSTEN


Die 1969 geborene Kalifornierin entwickelt früh ein besonderes Gespür für den Umgang mit Worten, beginnt „schon mit acht, neun Jahren kreativ zu schreiben. Gedichte, kleine Geschichten – das war immer meine Stärke“. Mit sechzehn bekommt sie eine Gitarre geschenkt und beginnt, eigene Lieder zu verfassen.
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AKTUELLES Album:
Let’s Fly A Kite (Make My Day Records, 2014)

COVER LET'S FLY A KITE

Später, als Kunststudentin, fühlt sie sich von Tom Waits angezogen: „Seine Musik ließ mich daran glauben, dass ich meine Songs vor Publikum singen könnte – eine wirklich wichtige Erkenntnis. Und hier bin ich. Immer noch.“

Ein bedeutsamer Punkt auf dem Weg der damals „vermutlich besten vertragslosen Künstlerin im Business“ (The New Yorker, 2003) ist die Bekanntschaft mit dem Singer/Songwriter Chuck E. Weiss, der ihr „musikalischer Mentor“ wird. Es sind Worte und Phrasen, die Mandell zu Songs inspirieren, die durch spielerischen Umgang mit der Sprache und anregend skurriler Poesie glänzen und Freiräume für Interpretation lassen. Ihr erstes Album, Wishbone (1998), begeistert prompt die Journalisten des Billboard. Festlegen lässt sie sich nicht, weder auf Bluegrass und Folk, noch auf den Indierock ihrer frühen Jahre. „Wenn man sich die Instrumentierung wegdenkt“, sagt sie, „sind alle meine Lieder verwandt. Die Leute vergleichen gern Sounds miteinander, aber im Endeffekt haben alle diese Vergleiche nichts zu bedeuten.“

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Update vom
27.02.2014
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