N E U  AUF DEUTSCHEN* BÜHNEN

*gilt auch für Österreich und die Schweiz

Um dem musikalischen Nachwuchs in den Bereichen Folk, Lied und Weltmusik die Möglichkeit zu geben, sich unseren Leserinnen und Lesern vorzustellen, hat die Redaktion des Folker einen Fragebogen entwickelt. Wer sich in der letzten Zeit neu formiert oder solo auf die Bühne gewagt hat, kann diesen auf www.folker.de ausfüllen und als Bewerbung an die Redaktion senden. In jeder Ausgabe wird an dieser Stelle ein ausgewählter Bogen veröffentlicht. In diesem Heft präsentieren sich...

  Blau  
BLAU * FOTO: FABIANE LANGE


Was bedeutet euer Name?

Unsere Wurzel ist der Blues, und weil wir eher kritisch in die Welt schauen, sehen wir vieles, was uns nicht gefällt. Was dann hilft: Das Leben mit all seinen Seiten in einer sehr bodenständigen Sprache spiegeln, eben in Plattdeutsch.

Seit wann gibt es euch?


Als Plattdeutschduo seit 2008.

Wie charakterisiert ihr eure Musik?

Wir haben sie etwas vereinfachend „Weltmusik up Platt“ genannt, die US-amerikanischen Wurzeln unserer Musik sind aber deutlich herauszuhören, also Blues, etwas Country, Folk(rock), Ragtime – aber auch Tex-Mex, Afrobeat oder Reggae spielen eine Rolle.

Wer zählt zu euren musikalischen Vorbildern?


Ry Cooder, Taj Mahal, Hans Theessink, John Hiatt, Little Feat, Robert Johnson, Ringsgwandl, Attwenger oder BAP.
go! www.blaumusik.de

BESETZUNG:
Werner Wilms (Leadgesang, akustische und elektrische Gitarre, Slidegitarre, Steelgitarre, Mandogitarre, Ukulele)
Günter Orendi (Background Vocals, Sousafon, Cajon, Percussion und Schlagzeug, Bassgitarre, Bassakkordeon, E-Piano)

Diskografie: :
All up Stee (Starfish Music, 2008)
Güntsied (Starfish Music, 2012)



Welche musikalische Ausbildung habt ihr?


Werner eignete sich alle Spielweisen auf Slide-, Resonator-, Elektro- und Akustikgitarren selbst an und wuchs auf der Bühne schließlich in die Rolle des Leadsängers und Frontmannes. Er war in den Siebzigerjahren Gitarrist und Slidespezialist bei einigen wichtigen Hamburger und Bremer Bluesbands. Günter fing mit sechzehn Jahren an, autodidaktisch Schlagzeug zu lernen und spielte dann in vielen Bands. Später holte er Theorie und Praxis an der Universität Bremen im Fachbereich Musikpädagogik nach, lernte Klavier, Gesang, Sprecherziehung und Stimmbildung an der Schlaffhorst-Andersen-Schule in Bad Nenndorf und entdeckte Tuba und Sousafon für sich.

Wer schreibt die Musik, wer die Texte – wie entstehen eure Songs?


Meist ist eine musikalische Idee der Ausgangspunkt, die an der Gitarre oder als Rhythmuspattern entstanden ist. Dann probieren wir, plattdeutsche Texte darunterzulegen, wobei sich meist bald eine Songidee herausschält. Viele musikalische Ideen verdanken wir unserer Praxis, Studioaufnahmen (bis auf das Mastering) komplett in eigener Regie zu machen. Dabei entstehen ungewöhnliche Instrumentenkombinationen und Arrangements. So sind viele unserer Lieder partnerschaftlich entstanden, andere ganz persönlich von Werner oder Günter geprägt. Wir schreiben beide sowohl Musik als auch Text.

Was macht in euren Augen ein gelungenes Stück aus?


Gute und originelle Reime, die Bezug zum alltäglichen Leben haben, lebendige Texte, die eine Geschichte erzählen und ein guter Refrain. Außerdem Groove, Dynamik, ein Anteil Improvisation, Witz und Ernst, eine kompakte, nachvollziehbare musikalische Form mit individueller Note, unerwarteten musikalischen Wendungen und Wärme im gesamten Klang.

Wann und wo war euer erster öffentlicher Auftritt?


Beim ersten Ostfriesischen Bardentreffen im September 2008 in Remels.

Wie viel Zeit verbringt ihr mit Proben und Auftritten?


Wir proben einmal pro Woche und haben meist noch einen weiteren Termin für Arbeiten im Studio. Auftritte haben wir manchmal alle zwei bis drei Wochen, dann wieder über längere Zeit wesentlich weniger.

Wo würdet ihr gerne einmal spielen?


Bei der Late-Night-Show Inas Nacht im NDR-Fernsehen und überall, wo Plattdeutsch, das eine eigene Sprache ist, geliebt, womöglich sogar gesprochen und verstanden wird.

Wie sehen eure weiteren Zukunftspläne aus?


Wir wollen unser aktuelles, zweites Album überall live vorstellen und in die Playlisten der Rundfunkanstalten gelangen, was sehr schwierig ist. Außerdem sammeln wir zur Zeit Stücke für eine dritte CD.

Wo kann man euch hören?


Bei plattdeutschen Vorlesewettbewerben vor allem in Ostfriesland, bei Liedwettbewerben in Mecklenburg-Vorpommern, bei Lesungen von plattdeutschen Autoren und Autorinnen und Preisverleihungen an sie und natürlich bei Clubkonzerten meist in Niedersachsen und Bremen.

Könnt ihr empfehlenswerte Auftrittsorte für Newcomer nennen?


Sehr gut sind die Kleinkunstdiele Bücken (bei Hoya), die Folk-Blues-Sessions von Steve Westaway in der Kogge in Worpswede, das Schnürschuh-Theater in der Bremer Neustadt oder die Speicherbühne im alten Speicher XI in Bremen-Überseestadt.

Update vom
29.10.2013
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