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Spider John Koerner

Das Comeback einer Folklegende

SPIDER JOHN KOERNER* FOTO: DOM CHRISTOPHERS
» Bluestitel waren
interessant für mich,
weil sie oft eine sehr
treffende Poesie besaßen. «



Für altgediente Folkfans ist Spider John Koerner ein Begriff. Der Gitarrist und Sänger wurde in den Sechzigerjahren mit dem Trio Koerner, Ray & Glover bekannt, dessen mitreißende Blues, Rags And Hollers (so der Titel des Debütalbums von 1963) einen großen Einfluss auf viele Folkmusiker ausübten. Die Gruppe war eine der wenigen weißen Bands, die schwarzen Blues überzeugend präsentieren konnten. Lange Zeit war es ziemlich ruhig um den Veteranen geworden. Jetzt ist er wieder mit seiner Gitarre unterwegs und hat ein neues Album im Gepäck, das an die großen alten Zeiten anknüpft, als selbst Bob Dylan sich von ihm inspirieren ließ.

TEXT: CHRISTOPH WAGNER


Will man mehr über Spider John Koerner erfahren, liefern die Chronicles reichlich Material. Bob Dylan widmet Koerner in seiner Autobiografie mehrere Seiten und bezeichnet ihn als einen der wichtigsten Einflüsse seiner musikalischen Sozialisation: „Ich war auf der Suche nach anderen Musikern mit ähnlichen Interessen. In einem Beatcafé saß der erste Geistesverwandte herum, den ich in
go! www.mwt.net/~koerner

AKTUELLE CD:
What’s Left Of Spider John(mit Chip Taylor Smith; Hornbeam Records, 2013)

What's Left Of Spider John

Minneapolis kennenlernte. Es war John Koerner, und auch er hatte eine akustische Gitarre dabei“, schreibt Robert Zimmerman. „Wir verstanden uns auf Anhieb. Er beschäftigte sich schon ein paar Jahre länger als ich mit Folk. Aber er spielte auch viel Blues. Er sprach mit leiser Stimme, sang aber so laut wie ein Feldarbeiter. Koerner war ein mitreißender Sänger, und von da an machten wir oft zusammen Musik. Ich lernte viele Songs von ihm.“

Bob Dylan war nicht der Einzige, der John Koerner von seinem Ingenieurstudium abhielt. Auf einer Party traf Koerner den Gitarristen Dave Ray, der Countryblues à la Leadbelly spielte. „Dave brachte seinen Freund Tony Glover mit, einen Mundharmonikaspieler, und wir gründeten das Trio Koerner, Ray & Glover“, erzählt er. „Damals begann ich, mich leidenschaftlich für Blues zu interessieren.“

Ihr Songmaterial fand die Gruppe auf alten zerkratzten Schellackplatten. Darüber hinaus entdeckten sie nun Bluessänger wie Josh White, Jesse Fuller oder Big Joe Williams. Konzerte boten die Gelegenheit, den schwarzen Musikern genauer auf die Finger zu schauen. Aus all diesen Einflüssen entwickelten die drei mit der Zeit ihren eigenen Stil.

... mehr im Heft  

Update vom
30.08.2013
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