5 Minuten mit...

Slagr

Meditative norwegische Musik

SLAGR AND CAMILLA GRANLIEN * FOTO: GEIR DOKKEN
» Wir spielen auch Konzerte in der Bettenabteilung eines Kaufhauses. «



Slagr lässt sich mit „Schlager“ übersetzen. Hat der Hörer es hier also mit leicht eingängiger Popmusik zu tun? Sicher nicht. Bei der gleichnamigen norwegischen Gruppe muss man sich schon eher auf die ursprüngliche Bedeutung des Wortes besinnen, die mit Schlag oder Rhythmus zu tun hat. Auch wenn es meditative Klangmalereien zwischen Klassik, Jazz und Folk sind, so haben sie bei Slagr doch Rhythmus und Strukturen. Diese neue Auslegung der Musik muss nicht die Folkmusik der Zukunft sein, ist aber ein sehr hörenswerter Ausflug in die Avantgarde.

TEXT: BERND KÜNZER


Für Cellistin Sigrun Eng lässt sich die Musik von Slagr nicht leicht einstufen, weder in die Folkmusik noch in die klassische oder zeitgenössische Musik. „Wir haben einen ziemlichen Schritt weg von traditioneller Musik gemacht, obwohl unsere Wurzeln eindeutig in der norwegischen Tradition liegen.“ Mit ihrem neuen Album mit Stücken des norwegischen Komponisten und Pianisten Geirr Tveitt bewegen sich Slagr eher in Richtung klassische Musik.
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AKTUELLE CD:
Songs by Geirr Tveitt (mit Camilla Granlien; Ozella, 2013)

Songs by Geirr Tveitt

„Wir wollten Tveitt in unsere Musikwelt hineinbringen und nicht anders herum“, sagt Eng. „Der Slagr-Sound ist inzwischen etwas Erkennbares, und darüber freuen wir uns.“

Bislang als reines Instrumentaltrio bekannt, luden Slagr für ihr Abum Songs By Geirr Tveitt als Gast die Sängerin Camilla Granlien ein. „Ich finde die Texte von Tveitt so schön“, erklärt Sigrun Eng. „Ich wollte diese Lieder den Menschen vorstellen. Nicht nur wegen der Melodien, sondern gerade wegen der Texte. Granliens Stimme hat eine klare, leichte Qualität, die sehr gut zu unserer Musik passt. Wir haben aber keinesfalls eine Sängerin dazu genommen, um dadurch mehr Menschen zu erreichen. Wobei das durchaus eine schöne Nebenwirkung ist.“ Schon im Alter von sechs Jahren begann Eng Cello zu spielen. „Im lokalen Orchester in Lillehammer, wo ich herkomme, hat ein älterer Mann mitgespielt. Er ist der Lehrer aller Cellisten der Stadt gewesen, und er hat umsonst unterrichtet. Mein Vater hat mir angeboten, bei ihm anzufangen, und ich habe einfach Ja gesagt. Ich habe nie darüber nachgedacht, ob ich ein anderes Instrument spielen sollte. Es hat mir von Anfang an Spaß gemacht. Ich habe eine klassische Ausbildung, habe aber immer für mich gleichzeitig gesungen und gespielt.“ Nach dem Studium kam Sigrun Eng über den Jazz zum Folk. „Heute bin ich in vielen Genres tätig, spiele gern ohne Noten und mit Improvisation.“

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Update vom
30.06.2013
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