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The Fretless

Kanadischer Fiddle Folk mit vier Bögen und sechzehn Saiten

Neue Wiener Concert Schrammeln; Foto: Clemens Fabry
» Wir wollen innovativ mit traditioneller Musik umgehen und versuchen, die Grenzen auszudehnen. «



Ob die Kompositionen des österreichischen Komponisten Joseph Haydn ähnlich furios geklungen hätten, wäre er auf seinen Reisen nicht nur bis nach London, sondern noch weiter nach Irland oder Schottland gelangt – man weiß es nicht.

TEXT: ULRICH JOOSTEN


So sehr lange gibt es The Fretless noch nicht, erst seit einer zehntägigen Klausur auf Vancouver Island vor der kanadischen Westküste, zu der sich im November 2011 die vier befreundeten Musiker zusammenfinden. Die Idee, Folk und keltische Musik in einer klassischen Streicherbesetzung zu spielen, hat die Violinistin und Bratschistin Ivonne Hernandez am Berklee College in Boston. Ihr Kommilitone Trent Freeman (ebenfalls Geige und Bratsche), mit dem sie sich eine Studentenwohnung teilt, ist schnell gewonnen.
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AKTUELLE CD:
Waterbound (Eigenverlag, 2012)

Waterbound

Termine:
24.09.13: Darmstadt, Centralstation
25.09.13: Taunusstein-Bleidenstadt, Salon-Theater
26.-29.09.13: Luxemburg (L), Philharmonie
02.10.13: Syke, Saal der Sparkasse
03.10.13: Bad Pyrmont, Palmenhaus
08.10.13: Mühldorf, Haberkasten
10.10.13: Baar (CH), Schüür
11.10.13: Hofheim-Marxheim, Ev. Thomaskirche
12.10.13: Salzwedel, Mönchskirche

Es liegt nahe, Karrnnel Sawitsky (Geige, Bratsche) und Eric Wright (Cello) dazu einzuladen, denn die vier Musiker kennen sich von diversen Fiddlewettbewerben in ganz Kanada, sind seit vielen Jahren miteinander befreundet. „Zwei Geigen, eine Bratsche und ein Cello“, sagt Hernandez, „decken das komplette Klangspektrum bundloser Streichinstrumente ab und bieten eine Menge an Kombinationsmöglichkeiten, mit denen man traditionelle Tunes in eine andere musikalische Welt versetzen kann“. Dass dem „Vater des Streichquartetts“ die Musik des kanadischen Ensembles The Fretless gefallen hätte, ist zwar ebenso Spekulation, aber dennoch höchst wahrscheinlich. Publikum und Kritikern jedenfalls gefallen die furiosen Jigs und Reels des jungen Streichquartetts, das im vergangenen Oktober mit dem Irish Folk Festival hierzulande unterwegs war und im kommenden September eine ausgiebige Deutschlandtour absolviert. An zwei Geigen und einer Bratsche wechseln sich Ivonne Hernandez, Karrnnell Sawitsky und Trent Freeman ab (und tauschen live gelegentlich oft gar während eines Stückes die Instrumente), hinzu kommt ein Cello, gespielt von Eric Wright, dem einzigen US-Amerikaner in der Gruppe. Ihre Musik ist ein Mix aus höllischem Groove und himmlischen Harmonien, mit dem die vier jungen Streicher aus dem Stand heraus ihr Publikum zu kollektivem Kopfnicken und rhythmischem Fußtrappeln bringen.
Schon im Frühjahr 2012 erscheint das Debütalbum mit dem schönen Titel Waterbound, das neben traditionellen Melodien und Eigenkompositionen zwei Gesangsstücke enthält und prompt mit einem Western Canadian Music Award zum „Album des Jahres“ gekürt wird. Damit nicht genug: Die Band erhält gleich zwei weitere Auszeichnungen, als „Ensemble“ und als „Instrumentalgruppe des Jahres“.

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Update vom
30.06.2013
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