5 Minuten mit...

Lyy

Schwedische Volksmusik – entstaubt und aufpoliert

RURA 2012 * FOTO: ARCHIV
» Man muss ja nicht auf die
Traditionalisten hören. «



Gute-Laune-Musik, die durch und durch positiv ist, einfach Spaß macht und die Zuhörer unwillkürlich zum Lauschen bringt. Da bedarf es des Bandnamens Lyy nicht, der so viel wie „lauschen“ bedeutet. Wenn das schwedische Quintett loslegt, bringt es sein Publikum von der ersten Note an dazu, gebannt der Mixtur aus traditionellen und eigenen Tänzen und Liedern zuzuhören, die von Emma Björling mit glockenheller Stimme ausdrucksstark gesungenen werden. Eingebettet wird ihr Gesang in mitreißende und moderne Arrangements. Der ungewöhnliche Zusammenklang der Kombination von Geige und Nyckelharpa, die im Lyy-Sound fast wie ein einziges Instrument klingen, ist ein Markenzeichen der Band, das von einer treibenden Rhythmussektion aus Gitarre und Drums unterstützt wird. Schwedische Tradition trifft dabei auf Rock- und Popelemente.

TEXT: ULRICH JOOSTEN


Als die Gruppe 2006 gegründet wird, sind die Bandmitglieder trotz ihrer jungen Jahre schon alte Hasen, Profis, deren musikalischen Biografien sich gleichen: Alle fünf stammen aus musikalischen Familien und musizieren seit früher Kindheit, alle haben traditionelle Musik studiert und können diverse Bachelor- und Masterabschlüsse vorweisen. Was, nebenbei bemerkt, ihrer Musik nicht geschadet hat.
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AKTUELLE CD:
Två (Dimma Sweden, 2012)

Två

Bereits mit zarten sechs Jahren steht Sängerin Emma Björling auf der Bühne und singt in verschiedenen Chören, ehe sie Jazz, Klassik und traditionelle schwedische Musik an der Königlichen Musikakademie in Stockholm studiert. Die zweite Dame in der Gruppe ist die Geigerin Anna Lindblad, auch sie seit ihrer Kindheit Vollblutmusikerin: „Meine Eltern waren sehr an traditioneller Volkskultur interessiert.“ sagt sie. „Es gab eine Fiddle im Haus. Meine Eltern haben uns nie gezwungen, waren aber sehr froh, als meine Schwester und ich gleichzeitig mit Geige begannen.“ Die klassischen Etüden allerdings, die ihre Lehrer sie an der öffentlichen Musikschule spielen lassen, sind nicht nach Lindblads Geschmack: „Ich wollte immer nur Folkmusik spielen.“ Sie studiert schließlich an der Königlichen Musikhochschule in Stockholm. 2003 wird sie mit dem begehrten Titel Riksspelman ausgezeichnet.

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Update vom
27.04.2013
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