FOLKER
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TFF RUDOLSTADT 2013


DANIELE SEPE* FOTO: ARCHIV

Chaos und Schönheit

Daniele SEPE

Ein Saxofonist mit Liebe zur traditionellen Musik seiner Heimat, Welt-, Jazz-, Rock- und Soulmusiker mit klassischer Ausbildung, Kommunist mit Hang zur Anarchie, einer, der gerne Philosophen liest – neben Comics, wohlverstanden. Das alles und vieles mehr ist der Neapolitaner Daniele Sepe. Letzten Herbst kam sein Canzoniere Illustrato heraus, eine CD und ein Buch einer musikalischen Reise von Kuba nach Beirut, über Tunis nach Buenos Aires und von Saloniki nach Neapel, jedes der zwölf Stücke liebevoll illustriert von Comiczeichnern. Doch Daniele Sepe mag sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen. Bereits war er wieder im Studio für ein neues Projekt. Im Sommer tritt er am TFF Rudolstadt auf – zusammen mit der Brigada Internazionale, einem Musikerkollektiv, bestehend aus zwölf Musikern aus Italien, Kuba, Schweden, Rumänien, Tunesien, Brasilien und Argentinien.

TEXT: MARTIN STEINER

Daniele Sepe ist schwer zu orten. Er ist weltweit immer unterwegs – mit Körper und Seele. So ist es auch nicht ganz einfach, ihn zu erreichen. „Er ist gerade im Studio, wo er seine neue CD aufnimmt“, meint der Manager. „Ruf ihn mal nach 22 Uhr an, dann solltest du ihn erreichen.“ Tatsächlich.
go! www.danielesepe.com

Auswahldiskografie:
Vite Perdite (Polosud/Piranha, 1993)
Lavorare Stanca (CNI, 1998 / Il Manifesto, 2003)
Conosci Víctor Jara? (Il Manifesto, 2000)
Anime Candide (Dunya/Felmay, 2003)
Kronomakia (Il Manifesto, 2008)
Canzoniere Illustrato (Eigenverlag/Edel, 2012)

Canzoniere Illustrato

Daniele Sepe beim TFF Rudolstadt:
06.07.2013 Heinepark

Das gelingt beim ersten Mal, auch wenn die Telefonleitung nach Neapel einen Teil des Gesprächs verschluckt. Als er vor ein paar Jahren auch gerade im Studio war, fragte ihn der Liedermacher und Journalist Giorgio Maimone, wie viele Alben er denn mache. Daniele Sepe antwortete schmunzelnd, „was weiß ich, wenn wir etwas zu sagen haben, gehen wir ins Studio. Wir müssen nicht der Logik gehorchen, Jahr für Jahr ein Album zu produzieren, weil man das halt so macht.“
Daniele Sepe
Und was bringt Daniele Sepe und seine Musiker dazu, kurz nach der Veröffentlichung des Canzoniere Illustrato wieder ins Studio zu gehen? „Wir arbeiten an einem neuen Album über den Wein – über den Wein als Kulturgut, das Essen, die Arbeit in den Rebbergen, die Arbeiter und deren Arbeitsbedingungen.“ Ganz egal, welches Themas sich Daniele Sepe annimmt, der Weinherstellung, des Stahlwerks oder des Krieges, ihn interessieren dabei immer auch die Arbeit, die Arbeiter und deren Ausbeutung dahinter. Musikalisch führt die Reise von Neapel nach Rumänien. Was am Schluss herauskommt, weiß nicht einmal der Künstler selbst. Das macht seine Projekte so spannend.

„Ich bin aus Kampanien, mache wirre Musik, von allem ein wenig. Ich bin Musiker“, so die kurze Definition des Neapolitaners auf die Frage, wer er sei. Wagen wir den Versuch, dem Mann ein wenig näher zu kommen. Daniele Sepe wird am 17. April 1960 in Neapel geboren. Sein Studium am dortigen Konservatorium schließt er mit einem Diplom ab. Sepe liebt die klassische Musik. Was ihn stört, ist das Publikum. „Alles ist so steif, lauter alter Leute.“ Sein Traum ist es, Musik für ein jüngeres Publikum zu machen.

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Update vom
27.04.2013
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