5 Minuten mit...
Gráinne Holland
Gälischer Gesang aus West-Belfast
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Wenn ich meinen
Vornamen nenne, habe ich
mich gewissermaßen
automatisch geoutet.
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Gráinne Holland singt Lieder in gälischer Sprache. Das ist für eine Irin nicht ungewöhnlich. Ist man allerdings wie sie in West-Belfast aufgewachsen, bekommt der gälische Gesang, gewollt oder ungewollt, sofort eine politische Dimension.
TEXT:
MARKUS DEHM
Es riecht nach einem Gemisch aus Rotwein, Chili con Carne und altehrwürdigem Gemäuer. Aber dennoch hat man an diesem Novemberabend im Musikantebuckl das Gefühl, man stehe direkt an der irischen Westküste, der Wind weht keltische Klänge an die Ohren und man hat im Moment nur einen Wunsch: der ruhigen, intensiven Musik zu lauschen.
Gráinne Holland und ihre Band verstehen es gekonnt, diese Stimmung in die Pfalz zu transportieren. Keiner im Publikum versteht auch nur ein Wort und doch ist es während der Lieder mucksmäuschenstill. Flotte Reels und Jigs sorgen dafür, dass der Fokus nicht nur auf der talentierten nordirischen Sängerin liegt, sondern auch deren Begleitmusiker Brendan Mulholland, Feilimí O'Connor und Rohan Young ihre berechtigte Aufmerksamkeit bekommen.
Die Lieder haben Titel wie A Bhean Údaí Thall oder A Mhuire's a Rí und Holland kommt natürlich nicht umhin, im Vorfeld stets zu erklären, wovon die Texte handeln. Dieses Liedgut scheint so gar nichts mit dem urbanen Umfeld zu tun zu haben, wie es in der Falls Road im katholisch-republikanischen Teil Belfasts, anzutreffen ist. Aber dieser Schein trügt.
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