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Goran Bregović

Aufruf zu Toleranz und Miteinander

GORAN BREGOVIC * FOTO: ARCHIV
» Die Kultur kann man
nicht vernichten. «



Auch wenn Jugoslawien nicht mehr existiert, Goran Bregovic versteht sich immer noch als Jugoslawe. Bitte nicht missverstehen: Es handelt sich dabei nicht um Nationalnostalgie. Eher um Trauer darum, dass ein Vielvölkerstaat, in dem Freundschaften und Familien über ethnische oder religiöse Grenzen hinweg selbstverständlich waren, nun Geschichte ist – eine Geschichte mit vielen tausend Toten. Er ist selbst Teil dieser Geschichte, denn seine Mutter ist Serbin, sein Vater Kroate, seine Frau Bosnierin.

TEXT: LUIGI LAUER


Geboren wurde Goran Bregovic in Sarajevo, heute die Hauptstadt von Bosnien-Herzegowina, wo er inzwischen auch wieder zu Hause ist. „Es gibt viele zerstörte Gebäude in Sarajevo und es sind viele Menschen gestorben. Aber die Kultur kann man nicht vernichten. Die Leute wollen ins Theater, wollen zu Konzerten. In Belgrad ist es dasselbe, die Leute brauchen ihre Kultur“, sagt Bregovic.
go! www.goranbregovic.rs

AKTUELLE CD:
Champagne for Gypsies (Mercury/Universal, 2012)

Champagne for Gypsies

Für seine eigenen kulturellen Leistungen wie seine Filmmusiken oder die Platten und Konzerte mit seinem Wedding and Funeral Orchestra ist er immer wieder von anderen Musikern und von Plattenfirmen angefeindet und beschuldigt worden. Er habe traditionelles Liedgut als Eigenkompositionen ausgegeben, wirft man ihm vor. Doch alle, die dergleichen behaupten, knicken ein, wenn man sie zitieren will. Keine Eier? Kein Rückgrat? Dem Anschein nach handelt es sich entweder um Neidgeschwätz oder gar um vorsätzliche Verleumdung. Einen Prozess in der Sache hat es nämlich nie gegeben. Was also ist dran? Niemand hat bislang Steine geworfen, es sei denn fluchtbereit und mit Helm. Das aber reicht nicht, nicht einmal für einen Anfangsverdacht. „Jeder von uns ist von anderen Musiken und Musikern beeinflusst, und bei jedem finden sich davon Spuren wieder. Das ist doch ganz natürlich“, gibt er zu bedenken.

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Update vom
27.12.2012
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