N E U  AUF DEUTSCHEN* BÜHNEN

*gilt auch für Österreich und die Schweiz

Um dem musikalischen Nachwuchs in den Bereichen Folk, Lied und Weltmusik die Möglichkeit zu geben, sich unseren Leserinnen und Lesern vorzustellen, hat die Redaktion des Folker einen Fragebogen entwickelt. Wer sich in der letzten Zeit neu formiert oder solo auf die Bühne gewagt hat, kann diesen auf www.folker.de ausfüllen und als Bewerbung an die Redaktion senden. In jeder Ausgabe wird an dieser Stelle ein ausgewählter Bogen veröffentlicht. In diesem Heft präsentiert sich...

 ANNULUK 
ANNULUK


Was bedeutet Euer Name?


Der Name Annuluk bedeutet „Großmutter der Erde“ und stammt aus einem Märchen der Inuit.
Dort wird aber auch oft über die „Mutter Erde“ gesprochen und wir lieben die Vorstellung, dass sie auch eine Tochter ist.

Seit wann gibt es euch?


Seit November 2010.

go! www.annuluk.net

BESETZUNG:
Besetzung:Michaela Holubova (Gesang, Percussion, Shruti Box), Christian Walter (Keyboards, Gitarre, Flöte, Saxofon, Gesang), Ralf Leonardt (Bass), Roberto Fratta (Perkussion, Ngoni, Sampler), Sascha Eichhorn (Tabla, Small Percussion), Karl Blütchen (Schlagzeug, Percussion), Jonas Dorn (Gitarre)

AKTUELLE CD:
Annuluk IP Demo (kein Verlag, 2010)
neue CD Ushná in Vorbereitung

AKTUELLE TOURDATEN:
zur Zeit keine, Hinweise auf www.facebook.com/AnnulukWorld und www.annuluk.net



Wie charakterisiert ihr eure Musik?


Stilistisch sind wir schwer einzuordnen. Zu Misas Gesang, der auf einer Fantasiesprache basiert, entwickeln wir die Begleitung durch Gitarre, Bass und Keyboard - aber auch durch so ungewöhnliche Instrumente wie die Ngoni-Laute aus Mali, die Shruti-Box oder die Kalimba. Genauso kreativ bauen wir die Rhythmen auf: Inspiriert von westafrikanischer Polyrhythmik oder indischen und arabischen Klängen schaffen wir für jeden Song neuartige Grooves mit den Klangfarben von Schlagzeug, Dununba-Trommeln oder indischer Tabla und experimentieren mit Samples und elektronischen Drums. Wir könnten das Weltmusik nennen, aber nicht, weil wir traditionelle Musik transportieren, sondern weil wir aus unserer Erfahrung mit außereuropäischer Musik und Jazz Songs komponieren, die musikalische Elemente eher mosaikhaft kombinieren.

Wer zählt zu euren musikalischen Vorbildern?


Michael Jackson, Björk, Massive Attack, Marie Boine, Le Mystère des Voix Bulgares, Aphex Twin, Bad Company, Habib Koité, Nusrat Fateh Ali Khan, Bob Marley, und, und, und... Es sind so viele, die uns inspirieren.

Welche musikalische Ausbildung habt ihr?


Michaela Holubova: 1994-1999 Gesangs-, Klavier- und Tanz-Studium am Prager Konservatorium.
Christian Walter: Klavierunterricht mit sieben Jahren, als Teenager Gitarrist und Schlagzeuger in verschiedenen Bands, Musikstudium (Saxofon) an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden.
Ralf Leonhardt: zwischen dem 14. und 18. Lebensjahr vier Jahre Musikschule im Fach Bassgitarre, weil da noch ein Platz frei war...
Karl Blütchen: Autodidakt, arbeitet als Logopäde und sieht in allem irgendeine Form von Schwingung und Rhythmus.
Sascha Eichhorn: erlernte Tabla bei indischen Meistern wie Yogesh Samsi in Mumbai oder Vijay Ghate in Pune, 2006-2010 Studium der Tabla und klassischer nordindischer Musik an der Worldmusic Academy des Konservatoriums Rotterdam.
Roberto Fratta: 1999 Beginn mit dem Conga-Spiel, mehrmonatige Studienaufenthalte in Havanna, Senegal und Burkina Faso, 2010 Abschluss des Perkussions-Studiums an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy Leipzig.
Jonas Dorn: studiert bis 2011 bei Frank Möbus Jazz-Gitarre an der Hochschule für Musik Frank Liszt Weimar, Kooperationen mit Hellmut Hattler, Bill Elgart oder Bernadette LaHengst.


Wer schreibt die Musik, wer die Texte - wie entstehen eure Songs?


Misa und Roberto sind ein bisschen wie die Eltern von Annuluk; sie komponieren und arrangieren die Songs. Anschließend werden sie zum Teil schon zu Hause im Studio vorproduziert und dann beginnt eine manchmal sehr lange Suche, bis der passende Sound gefunden ist. Später bei den Proben werden die Stücke erst mal live gespielt und mit Hilfe von Christian, Ralf, Sascha und Karl erfolgt dann der Feinschliff. Für die Texte ist alleine Misa zuständig, die in ihren ganz persönlichen Worten, der Sprache ihrer Seele, verfasst sind und sich nicht in die Enge der uns bekannten Sprachen einsperren lassen.

Was macht in euren Augen ein gelungenes Stück aus?


Zuerst muss es uns gefallen! Ein Song ist gelungen, wenn wir sehen und fühlen können, dass der Zuhörer sich in ihm wiederfindet, er unter die Haut geht, berührt und daran erinnert, dass wir frei sind und bereits alles besitzen, was wir brauchen - und das ohne Text. Dabei ist wichtig, wie das Stück gespielt wird: Wenn die Musiker in den Song eingetaucht sind, jeden Ton lieben und alles geben, als gäbe es kein Morgen, dann passieren Wunder - so berührt man Seelen!

Wann und wo war euer erster öffentlicher Auftritt?


Unser erster Auftritt war am 17. Juli 2011 als Abschlussband beim Ancient Trance Festival 2011 in Taucha.

Wie viel Zeit verbringt ihr mit Proben und Auftritten?


In der Regel treffen wir uns einmal in der Woche zum Proben. Da wir noch nicht so bekannt sind, haben wir im Frühling und Sommer mehr Auftritte als im Winter.

Wo würdet ihr gerne einmal spielen?


Beim WOMAD-Festival, beim TFF Rudolstadt, für das Finale der Creole in Berlin und im Dezember auf einer schönen Insel, wo dreißig Grad herrschen.

Wie sehen eure weiteren Zukunftspläne aus?


Wir haben gerade unsere neue CD aufgenommen, sind jetzt auf die Suche nach einem Label, einer Konzertagentur und weiteren Partnern. Für den Winter und den Frühling planen wir jeweils eine kleine Tour zur Veröffentlichung unseres Albums.

Wo kann man euch hören?


Auf Festivals in ganz Deutschland und regelmäßig in Clubs in Sachsen und Thüringen.

Könnt ihr empfehlenswerte Auftrittsorte für Newcomer nennen?


Das UT Connewitz, Leipzig und die Nato in Leipzig.

Update vom
08.11.2012
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