Hallgrim Hansegård * Foto: Terje Heiestad


Wer ist die/der Beste im norwegischen Land?

LANDSKAPPLEIKEN

Wettbewerb zwischen Trachten und Kung Fu

Ein norwegisches Festival mit weit über tausend, meist Trachten tragenden Menschen ist nicht unbedingt das, was dem modernen Folkie vorschwebt, wenn es um die ideale Freizeitgestaltung geht. Wenn dann noch sehr strikt bewertete Tanz- und Musizierwettbewerbe hinzukommen, dann klingt das definitiv nach einem plausiblen Grund für einen schnellen Abgang. So hätte unsereins das vor zwei, drei Jahrzehnten auch garantiert noch gehalten, aber die Gräben zwischen den Bewahrern und den Entwicklern der traditionellen Musik sind heute nicht mehr unüberbrückbar. Was selbstverständlich für beide Seiten gilt.

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TEXT: MIKE KAMP

Trachtentanz beim Landskappleiken 2012 von Liti Kjersti * Foto: Johanne Landsverk

Das jährliche Wettbewerbsfestival nennt sich Landskappleiken (Kapp = Wettbewerb) und hat Tradition ohne Ende. Welches heutige Fest kann schon auf eine über einhundertjährige Geschichte zurückblicken? Organisiert wird das Treffen von FolkOrg, einer Organisation mit Wurzeln, die bis 1923 zurückgehen. In der aktuellen Form – das lässt der modische Name vermuten – ist sie das Ergebnis eines Zusammenschlusses zweier Vereine vor zwei Jahren. Die freundliche Linda Dyrnes ist die Geschäftsführerin: „Wir arbeiten mit Amateuren und Profis im Bereich Folkmusik und -tanz. Ebenfalls sind wir auf politischer Ebene als Lobby der norwegischen Folkmusik unterstützend tätig.“

„Wir sind auf politischer Ebene als Lobby der norwegischen Folkmusik unterstützend tätig.“

Die Musiker und Tänzer plus Familien und Interessierte treffen sich für fünf Tage an jährlich wechselnden Orten. In diesem Sommer ist Otta Austragungsort, etwa einhundert Kilometer nördlich von Lillehammer nahe der mächtigen Berge des Rondane Nationalparks. Dort präsentieren sie in diversen und erstaunlich großen Sälen ihr Können auf Instrumenten wie Hardangerfiedel, Maultrommel, Knopfakkordeon, der Langeleik – alles solo und in Gruppen – ebenso wie bei diversen Tanzwettbewerben. Die Darbietungen werden von erfahrenen und rotierenden Jurys bewertet. Das Publikum, offensichtlich mit hohem Sachverstand ausgestattet, hört konzentriert zu und ist bei der Vergabe von Applaus durchaus wählerisch. Der letzte Tag, ein Sonntag, ist dem Meisterkonzert vorbehalten, wo dann auch die Sieger bekannt gegeben werden.

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Update vom
24.10.2012
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