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Unsere Stärke ist unsere Zahl

RY COODER

Gesellschaftspolitischer Rundumschlag

RY COODER 2012

go! www.nonesuch.com/artists/ry-cooder

CD-TIPPS:
Chávez Ravine
(Nonesuch 2005)
My Name Is Buddy
(Nonesuch 2007)
Pull Up Some Dust And Sit Down
(Nonesuch, 2011)
Election Special
(Nonesuch, 2012)

Election Special

Kurz vor den Präsidentschaftswahlen in den USA meldet sich Ry Cooder erneut mit einem politischen Album zu Wort. Auf Election Special, aufgenommen mit seinem Sohn, dem Schlagzeuger Joachim, holt der vierfache Grammy-Gewinner zu einem gesellschaftspolitischen Rundumschlag aus. Hart geht er mit der etablierten Politik in den USA ins Gericht. Wobei die Themen von Sarah Palin („Going To Tampa“) über das Gefangenenlager „Guantanamo“ bis zum republikanischen Präsidentschaftskandidaten Romney reichen. Im Folker-Gespräch macht der Sänger und Gitarrist klar, dass dessen Wahl eine Katastrophe für sein Land bedeuten würde.

Die sogenannten Republikaner sind keine politische Partei mehr. Der Schriftsteller Gore Vidal hat sie mit der Hitlerjugend verglichen. Romney und sein Wunsch-Vize Ryan sind die Schöpfung ihrer Unterstützer. Wir haben Angst vor der immensen Macht des Kapitals. Die kriminelle Geldeinsammler möglich gemacht haben, die sich Richter am Obersten Gerichtshof nennen. Wie auch die Gier, die von Finanziers der Republikaner, wie den milliardenschweren Koch-Brüdern, an den Tag gelegt wird. Sie hinterlassen Spuren der Zerstörung im Land. All das ist das Ergebnis einer Deregulierungspolitik der ihnen ergebenen Diener. Der Schleimer , die sich Politiker nennen. Sie haben den Abbau aller sozialen Netze organisiert.

Und wie steht es um Obama? Sie machen keinen Hehl aus Ihrer Enttäuschung über seine Amtsführung. Mit dem Titel „Cold Cold Feeling“ äußern Sie jedoch Verständnis für die Einsamkeit des Präsidenten im Oval Office.

„Wir haben einen Punkt
erreicht, wo niemand
mehr zur Verantwortung
gezogen werden kann.“

Die Zeile „Ich bin im Weißen Haus auf und ab gegangen, bis ich mir die Sohlen durchgelaufen habe“, geht auf einen alten Bluessong zurück. Afroamerikanern war es lange untersagt, öffentliche Transportmittel zu benutzen. Sie mussten zu Fuß gehen. Sie hatten kein Geld für ein Auto. Diese Zeile hat eine Bedeutung in unserer Geschichte. Und heute ist Rassentrennung wieder angesagt – und zwar in großem Stil. Ich kann mich nicht in Obama hineinversetzen. Aber ich kann mir gut vorstellen, wie man sich angesichts von Rassismus und nacktem Hass fühlen muss. In was für einer Welt leben wir eigentlich? Wenn ich Präsident wäre, hätte ich Todesangst und könnte im Weißen Haus nicht mehr schlafen.

Die Fragen stellte MICHAEL KLEFF.

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Update vom
24.10.2012
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