JERRY DOUGLAS 2011

MEISTERGITARRIST ALLER KLASSEN
JERRY
DOUGLAS
ZUM SPRACHUNTERRICHT NACH NEW ORLEANS

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AUSWAHLDISKOGRAFIE:
Look For Hope
(Sugar Hill, 2002)
The Best Kept Secret
(Koch, 2005)
Best Of The Sugar Hill Years
(Sugar Hill, 2007)
Glide
(Koch, 2008)
Traveler
(Neo Membran/Sony, 2012)

Traveler

Er ist einer der begehrtesten Sessiongitarristen zwischen Nashville und New York. Und wenn er nicht gerade in der Band von Alison Krauss seine Gitarren zupft, nimmt er sich die Zeit, Alben unter eigenem Namen einzuspielen und die Ästhetik seines Spiels zu erläutern.

TEXT: HARALD JUSTIN

Was passiert, wenn man unter Musikexperten den Namen des Resonator- und Lapsteel-Gitarristen Jerry Douglas erwähnt? Also, erst einmal lässt sich die schönste Verwirrung anrichten. „Wie bitte, den sagenhaften Country- und Western-Gitarristen? Den aus Nashville, der auf hunderten Sessions vertreten ist?“, fragt ein Kenner und erzählt, dass Douglas mehrmals von diversen Countryjurys die Auszeichnung „Musiker des Jahres“ verliehen bekam. Ein anderer Fachmann differenziert: „ Ich schätze, er ist auf mehr als tausend Aufnahmen als Sessionmusiker vertreten. Spielt er nicht eher Bluegrass?“ und verweist auf mehrere Auszeichnungen der International Bluegrass Association und auf den Film der Coen-Brüder, O Brother, Where Art Thou?, wo er beim Soundtrack eine tragende Rolle spielte. Sofort werden Anekdoten über die Appalachen erzählt, dem Land der blau begrasten Berge, wo Bluegrass als krude Mischung aus osteuropäischen Polkas, irischer Folklore, Blues, Jazz und Gospel entstand. „Es heißt, die Leute dort wären dort so arm, dass sie sich von den Tieren ernähren, die die Autofahrer auf den Highways versehentlich überfahren! Genauso irre hört sich ihre Musik an!“

„Das ist die Kunst, um die ich mich bemühe: mein Instrument möglichst stimmähnlich klingen zu lassen!“

Das ist der Punkt, wo sich ein weiterer Experte einmischt: „Was ist mit den Aufnahmen von Douglas mit dem Banjoinnovator Béla Fleck? Das ist doch Jazz?“ Die passende Antwort kommt sofort: „Ja, er hat aber zudem Aufnahmen mit Paul Simon und Ray Charles gemacht. Mit dem ehemaligen Britpunker Elvis Costello und dem C&W-Mann Garth Brooks, mit den Jazzern Charlie Haden und Bill Frisell, mit Emmylou Harris und den Chieftains. Und er spielt bei Alison Krauss, die jüngst zusammen mit Led-Zeppelin-Frontmann Robert Plant megaerfolgreich war. Er hat den Feenstaub seiner begnadeten Finger auf über zweitausend Aufnahmen gestreut.“ Wie nannte ihn noch James Taylor? „Hey, das ist Jerry Douglas, der Muhammad Ali des Dobros!” Größer geht gar nicht mehr. Da verwundert es nicht, wenn der Chefredakteur dieses Magazins bescheiden sagt: „Er hat schon einmal bei mir im Haus zu einer Party aufgespielt.“

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Update vom
23.08.2012
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