FOLKER
präsentiert:
TFF Rudolstadt 2012

  PAPRIKASOUND
  mit Garage Rock
SHANTEL
  Eine deutsche Angelegenheit



SHANTEL
go! www.bucovina.de
go! www.myspace.com/...orkestar

AUSWAHLDISKOGRAFIE:
Club Guerilla
(Infracom, 1995)
Auto Jumps & Remixes
(Shadow, 1997)
Higher Than the Funk
(!K7 Record, 1998)
Great Delay
(!K7 Record, 2001)
Disko Partizani
(Essay, 2007)
Planet Paprika
(Essay, 2009)

Kompilationen (Auswahl):
Bucovina Club
(Essay, 2003)
Bucovina Club Vol. 2
(Essay, 2005)
Kosher Nostra. Jewish Gangsters Greatest Hits
(Essay, 2011)

Soundtrack (Auswahl):
Auf der anderen Seite - The Edge of Heaven
(Essay, 2007)

SHANTEL & BUCOVINA CLUB ORKESTAR
UNTERWEGS:

go! www.bucovina.de

02.07.2012 76-Karlsruhe: Tollhaus
05.07.2012 07-Rudolstadt: Heinepark (TFF)
06.07.2012 B-Brügge: Cactus Festival
07.07.2012 91-Weißenburg, Heimspiel Festival
28.07.2012 44-Dortmund, Juicy Beats Festival
11.08.2012 01-Dresden, Saloppe
22.08.2012 NL-Waningen: Students Party
25.08.2012 F-Lyon: Woodstower Festival
26.08.2012 F-Corsept: Couvre Feu
30.08.2012 40-Düsseldorf: Zakk
31.08.2012 63-Hanau: Amphitheater

Ständig neu erfinden will sich Shantel. Den Schritt von Trip-Hop zum Balkanpop
SHANTEL LIVE
vollzog er vor zehn Jahren, dann entwickelte er sich vom DJ zum Musiker. Und von wegen Balkanpop! Shantel sagt: „Ich will weder eine Region noch ein Klischee repräsentieren.“ Auf dem neuen Album Anarchy & Romance, an dem er gerade bastelt, sucht er nun noch stärker nach diesem hybriden Sound, der zwar ost-west-europäisch klingt, aber für ihn so nur in Deutschland entstehen konnte. Und deshalb interessiert er sich auch für die Anfänge deutscher Rockmusikkultur, was irgendwie auf das neue Werk abfärbt.

TEXT: HANS-JÜRGEN LENHART

„ICH GLAUBE,
ALS ICH ANFING,
WAR ICH DER ABSOLUTE
ALBTRAUM DER
WELTMUSIKSZENE.“

Das Interview findet in einem Keller in der Frankfurter City statt, der ein wenig wie ein unterirdischer Lieferanteneingang eines Hotels wirkt. Er steht mit seiner Rickenbacker-Gitarre da und spielt, nur mit seinem Drummer, fetzige
SHANTEL LIVE * FOTO: FRANCK HAUDRECHY
Rockriffs. Es gibt ein einziges Mikrofon, eines von der Sorte, mit denen früher Bigbands aufgenommen wurden. Der Sound klingt ziemlich hart. Macht Shantel alias Stefan Hantel, Frankfurter Musiker mit Wurzeln in der heute ukrainischen Provinz Bukowina, jetzt eine Garage-Rock-Variante des Bucovina Clubs? So abwegig ist das gar nicht, und es ist für ihn diesmal auch eine Frage seiner deutschen und nicht immer nur seiner osteuropäischen Verwurzelung: „Nicht nur Rammstein, auch Balkanpop ist typisch deutsch. Das ist der Eindruck, den ich im Ausland bekomme.
SHANTEL * FOTO: MATTHIAS HOMBAUER
Ich frage mich daher zurzeit, ob es für den Klanghybrid, der hier zu Hause ist, einen charakteristischen Sound gibt. Ich bin hier in Deutschland völlig assimiliert aufgewachsen. Und das hat mich und meine Musik natürlich geprägt.“

„BALKANPOP IST
TYPISCH DEUTSCH.“

Shantels These ist, dass heutzutage in Deutschland und Europa die Emigranten diejenigen sind, die unsere kulturelle Identität bewahren. Eine derartige Entwicklung gab es für ihn auch in Amerika, wo jüdische europäische Einwanderer einen enormen Einfluss auf die amerikanische Kultur hatten. Damit beschäftigte sich Shantel in seiner letztjährigen Kompilation Kosher Nostra, die den Einfluss u. a. der jüdischen Mafia auf das amerikanische Showgeschäft beleuchtet. Sein Lieblingsbeispiel ist der Schweizer Immigrant Adolph Rickenbacker, der eine der ureigensten amerikanischen Gitarren baute und damit einen wichtigen Beitrag zum Klangbild von Rockmusik schuf. Shantel spielt und sammelt Rickenbacker-Gitarren, die für ihn einen raueren Sound als die in der Rockmusik eher verbreiteten Fender- und Gibson-Gitarren haben. „Die Beatles kauften ihre Rickenbackers in Hamburg und machten durch ihren Ruhm die bis dahin wenig bekannten Gitarren damit in den USA erst richtig bekannt. Und Sounds, die solche Wege zurücklegen – das interessiert mich.“

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Update vom
10.07.2012
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