HEIMSPIEL



 

BEWÄHRTES UND NEUES

Zehn Jahre Venner Folk Frühling e. V.

Ein Familienverein im besten Sinne

Wenn man ein deutsches Festival mit Fug und Recht als „Heimspiel“ bezeichnen kann, dann ist es der Venner Folk Frühling. In den vierzehn Jahren seines Bestehens ist das Festival nicht nur für die Veranstalter, sondern auch für die beteiligten Musiker und Gäste zu einem regelrechten Heimspiel geworden. Es ist wie bei einem Familientreffen: Man fühlt sich wohl, man kennt sich, man freut sich darauf, Leute zu sehen, die man – wie jedes Jahr – garantiert wieder hier trifft.

TEXT: ULRICH JOOSTEN

go! www.folkfruehling.de
DIETER WASILKE VENNE 2011 * Foto: Ingo Nordhofen

Seit zehn Jahren wird das Festival vom gleichnamigen gemeinnützigen Verein organisiert. Natürlich, wie so oft bei solchen Veranstaltungen, ist die treibende Kraft einer, der es versteht, Mitmenschen für seine Idee zu begeistern. Der heutige Vereinsvorsitzende Dieter Wasilke und Mitglieder der Interessengemeinschaft örtlicher Kaufleute hatten die Idee, ein kleines Festival am verkaufsoffenen Sonntag zu organisieren. „Da ich das nicht alleine als Privatperson machen wollte“, erinnert sich Wasilke, „haben wir das mit dem Heimat- und Wanderverein aufgezogen.“

Heimatverein – das klingt eher nach Pseudoromantik und volkstümlichem Schlagerkitsch, aber offenbar hat Wasilke seine persönlichen musikalischen Vorlieben gut vermitteln können. Er selbst ist, wie er sagt, „mit politischen Liedermachern groß geworden“ und gewann sogar einst den dritten Preis bei Jugend Musiziert, als es bei diesem Wettbewerb die Sparte Liedermacher noch gab. Seine weiteren musikalischen Interessen sind Mundart, Fingerstylegitarre und amerikanische Songwriter. Und so wurde das erste Festival eine Veranstaltung, wie es sie „in unserer Gegend nicht gab, und die es heute leider auch nur noch ganz selten in Deutschland gibt – ein ganz normales Folkfestival“, erzählt Wasilke.

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EIN MUSIKWETTBEWERB ZUM UNO-FRIEDENSTAG

Lieder gegen den Krieg

Träume gehen manchmal in Erfüllung

Liederwettbewerbe gibt es zwar nicht wie Sand am Meer, aber doch reichlich, wie eine Internetrecherche beweist. Seltener werden die Anreize zum Liedermachen allerdings, wenn es um konkrete Themen geht. Dabei ist doch zum Beispiel der Frieden, der sich nicht nur als Abwesenheit von Krieg definiert, heute wie eh und je von großer Bedeutung. Das dachte sich auch die Rhein-Sieg-Regionalgruppe der Deutschen Friedensgesellschaft -Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen e. V., der ältesten überparteilichen Friedensorganisation Deutschlands, und rief den Friedenssong-Wettbewerb ins Leben.

TEXT: MIKE KAMP

go! www.friedensmusik.de
go! www.dfg-vk-bonn-rhein-sieg.de
Friedensmusik CMYK

„Es fing eigentlich damit an, dass bei unseren Treffen die Anregung kam, eine Friedensmusik-Website einzurichten, wo Musiker ihre Lieder hochladen können. Unsere personellen Möglichkeiten sind beschränkt, aber es fand sich ein interessierter Schüler mit Programmierkenntnissen und letztes Jahr ging die Internetpräsenz www.friedensmusik.de online“, erzählt der zweite Vorsitzende Dieter Riebe. Die Hoffnung, das Projekt würde durch Mundpropaganda populär, hat sich als naiv herausgestellt.

VORSTAND DES DFG-VK BONN-RHEIN-SIEG CHRISTA PFEIFFER, DIETER RIEBE, HELMUT JAWTUSCH (v.i.n.r.) 2012

Vorstand des DFG-VK Bonn-Rhein-Sieg Christa Pfeiffer, Dieter Riebe, Helmut Jawtusch (v.i.n.r.) 2012

„Es musste also etwas geschehen und die Idee des Liederwettbewerbs kam schon fast zwangsläufig.“ Dieter Riebe fasst die Motivation hinter dem Wettbewerb zusammen: „Wir wollen auch die Jugend ansprechen und die erreicht man sehr gut über Musik. Wir haben auch festgestellt, dass es offensichtlich mehr Rechtsrock mit Hassliedern gibt als Friedenslieder – ein Grund mehr für eine Förderung. Außerdem brauchen wir einen Gegenpol zu den Musikwettbewerben der Bundeswehr, die sich an Jugendbands richten. Und wie gesagt, unsere Website sollte auch bekannter werden. Aber generell lieben wir Musik, vor allem mit sinnvollen Texten.“

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FESTIVAL MIT ALLEINSTELLUNGSCHARAKTER

Blues im Hof

Wie die Jungfrau zum Kind

BLUES IM HOF * Foto: Michael Makko

Jedes Jahr kurz nach Sommeranfang verwandelt sich die rheinhessische Tausend-Seelen-Gemeinde Frei-Laubersheim vier Wochen lang in ein Mekka des Blues. Bis zu vierhundert Gäste pro Konzert pilgern zu einem Hofgut mit über dreihundertjähriger Geschichte, um sich bei gutem Essen und lokalem Wein Größen der deutschen und internationalen Bluesszene anzuhören.

TEXT: STEFAN BACKES

go! www.bluesimhof.de

Man sieht der alten Scheune im ausklingenden Winter nicht an, was sich hier in lauen Sommernächten in historischem Ambiente abspielt. Anfang Juli wird sie, als zentrales Gebäude der Veranstaltungsreihe Blues im Hof für einen ganzen Monat mit einer Bühne bestückt und komplett mit Bierzeltgarnituren ausgestattet, weitere stehen bis tief in den kopfsteingepflasterten Innenhof hinein.

Das Hofgut Fröhlich hat seinen Ursprung im Jahr 1703 und wurde über die Jahrhunderte als landwirtschaftliches Gehöft betrieben. Karlheinz Fröhlich, der das Anwesen 1994 erbte und seit zwölf Jahren selbst hier lebt, renovierte es zu einem schmucken Kleinod. Die Idee zum Festival entstand während eines Weinfestes 2003, erzählt er. Ein Bekannter sprach ihn an, ob er es sich nicht vorstellen könnte, Konzerte zu veranstalten. Fröhlich zeigte sich interessiert, und weil besagter Bekannter gute Kontakte in die Hamburger Bluesszene hatte, stand die Ausrichtung schnell fest. „Wir hatten innerhalb kurzer Zeit vier Termine zusammen und haben das Ganze dann in allen Bereichen völlig provisorisch noch im selben Jahr zum ersten Mal durchgeführt.“

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MEHR ALS ZEHN JAHRE WELTMUSIK

Wiener Konzerthaus

Offenheit als Prinzip

Weltmusik im gutbürgerlichen, edlen Ambiente eines vor hundert Jahren gebauten Konzerthauses und nicht in einer Szenekneipe? Im Wiener Konzerthaus ist das möglich, ohne Abstriche bei der Musikqualität zu machen!

TEXT: HARALD JUSTIN

WIENER KONZERTHAUS

In der Nähe zur Karlskirche, neben dem Musikverein und der Wiener Staatsoper, befindet sich das Konzerthaus. Alle drei Institutionen gründeten den Ruf Wiens als Musikmetropole mit, doch das Konzerthaus ist die einzige, deren Programm ganzjährig auf den vier Säulen von Klassik, Moderne, Jazz und Weltmusik beruht.
BERNHARD KERRES 2011
Seit der Eröffnung im Jahr 1913 steht das Haus, das mit seinem Architekturmix aus Gründerzeit und Jugendstil beeindruckt und innen mit knarrendem Holzmobiliar und rotem Plüsch die Aura einer vergangenen Epoche verströmt, für die spannungsreiche Begegnung von Tradition und Moderne. Genau so – als Spielstätte, die Altehrwürdiges mit Modernem und Populärem verbindet und dadurch neue Publikumsschichten erschließt – hatten die Gründungsväter das Haus konzipiert. Kein Wunder, dass schon seit den Zwanzigerjahren in den drei unabhängig voneinander zu bespielenden Sälen klassische Musik neben Ausdruckstanz stand, dass dort spiritistische Sitzungen, Geschäftspräsentationen, Jazz- und Schlagerkonzerte ebenso stattfanden wie Boxmeisterschaften.

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Update vom
29.04.2012
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