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HANNES WADER 2009 * Foto: Thomas Karsten
FOLKER
präsentiert:
TFF Rudolstadt 2012

Auch mit 70: Trotz alledem
HANNES WADER
Politbarde und Volksliedtroubadour

go! www.hanneswader.de

CDTIPPS:
Wecker & Wader, Kein Ende in Sicht (Sturm & Klang/Alive, 2010)
Diverse, Heute hier, morgen dort – Salut an Hannes Wader (Mercury/Universal, 2012)
Hannes Wader, Nah dran (Mercury/Universal, VÖ: 24.8.2012)

FERNSEHTIPP:
Wader Wecker Vater Land
, Filmdokumentation von Rudi Gaul
01.05.2012 um 23:45 Uhr in der ARD
25.06.2012 um 23:30 Uhr im SWR-Fernsehen

HANNES WADER UNTERWEGS:
go! www.hanneswader.de
16.06.2012: Frankfurt-Höchst, Sommernacht am Alten Schloss (Open Air)
07.07.2012: Rudolstadt/Thür., TFF (Open Air)
02.09.2012: Kassel-Vellmar, Zelt „Sommer im Park“
30.09.2012: Georgsmarienhütte, Kasino
01.10.2012: Emmerthal, Kulturhalle
02.10.2012: Bielefeld, Stadthalle
03.10.2012: Aachen, Audimax
04.10.2012: Dortmund, Konzerthaus
05.10.2012: Neukirchen-Vluyn, Kulturhalle
06.10.2012: Neuenhaus, Aula Schulzentrum
07.10.2012: Schortens, Bürgerhaus
08.10.2012: Oldenburg, Kulturetage
09.10.2012: Gladbeck, Mathias-Jakobs-Stadthalle
10.10.2012: Schweinfurt, Stadthalle
11.10.2012: Buchen (Odenw.), Stadthalle
10.11.2012: Hannover-Langenhagen, Theatersaal
11.11.2012: Leipzig, Theaterfabrik
12.11.2012: Dresden, Theater Wechselbad
13.11.2012: Plauen, Malzhaus
14.11.2012: Kirchheim/Teck, Stadthalle
15.11.2012: Augsburg, Parktheater Göggingen
16.11.2012: Friedrichshafen, Graf-Zeppelin-Haus
17.11.2012: Mannheim, Capitol
18.11.2012: Saarlouis, Theater am Ring
19.11.2012: Bonn, Brückenforum
20.11.2012: Fulda, Orangerie

„Kritisch und streitbar, sensibel und poetisch steht er bis heute auf der Bühne, die er sich oft mit Reinhard Mey und vor allem Konstantin Wecker teilt. Als einer der ersten hat er alten plattdeutschen Liedern neues Leben eingehaucht und sie dem drohenden Vergessen entrissen, später sogar Eichendorff und Franz Schubert gesungen. So heißt es in der Begründung der Jury des deutschen Weltmusikpreises Ruth, die den Liedermacher beim diesjährigen TFF Rudolstadt für sein Lebenswerk ehren wird – als einen „der Großen unter den nur noch wenigen Liedermachern, die mit der akustischen Gitarre Persönliches und Politisches, Liebliches und Liederliches singen.“ Rechtzeitig zum 70. Geburtstag am 23. Juni gratulieren auch Künstler unserer Tage wie Max Prosa, Dota und die Stadtpiraten, Anna Depenbusch und Philipp Poisel mit dem Ende Mai erscheinenden Album Heute hier, morgen dort – Salut an Hannes Wader.

TEXT: MICHAEL KLEFF

„Ich war wirklich
der Überzeugung,
ich wäre der einzige,
der Lieder schreibt.“

Auch nach über vierzig Jahren Musikgeschäft ist Hannes Wader sich immer treu
KONSTANTIN WECKER UND HANNES WADER 2009 * Foto: Thomas Karsten
geblieben, auch wenn der Wind ihm oft genug aus unterschiedlichen Richtungen ins Gesicht blies. Angepasst hat er sich nie. Und jetzt wird er für sein Lebenswerk geehrt. Anlass, Bilanz zu ziehen? „Nein. Vielleicht bin noch nicht an dem Punkt, wo ich das zu machen habe“, wehrt Wader die Frage ab. Fügt dann aber schnell hinzu, dass er für sein im Spätsommer erscheinendes neues Album gerade an einem Lied schreibe, das vielleicht so eine Art Bilanz sein könnte. „Ich beschäftige mich da mit Dingen, die man mit siebzig mal langsam angehen soll. Ob man beerdigt werden will, ob man verbrannt werden will. Ob die ganzen Eingeweide noch irgendwie brauchbar sind für eine Patientenverfügung. Oder was mache ich, wenn ich Alzheimer habe? Soll ich mich wie Gunter Sachs erschießen? Das kommt in dem Lied drin vor.“ Mehr will der Liedermacher dann aber doch nicht verraten.

„Meine Grund-
überzeugung ist
eine sozialistische!“

Hannes Wader begann Anfang der Sechzigerjahre – musikalisch völlig unbelastet –, eigene Lieder zu schreiben. Das war in Berlin, wohin es den 1942
HANNES WADER 2010 * Foto: Richard Huber-Wikipedia
in Bielefeld Geborenen verschlagen hatte. Nachdem er einige Jahre als Dekorateur gearbeitet hatte, wollte Wader eigentlich Grafiker werden. Doch das Studium brach er nach wenigen Semestern ab. Er fand eine neue Heimat in den Clubs und Kneipen von Berlin, wo er nicht nur die Songs von Tom Paxton oder Pete Seeger hörte, sondern auch die Chansons von Georges Brassens. Beide musikalische Welten inspirierten Hannes Wader bei seinen ersten eigenen künstlerischen Gehversuchen, die auch ihn auf die Burg Waldeck führten, wo er 1966 das erste Mal auftrat. „Da gab es eine Kommilitonin in Berlin, die nannte sich Fiorenza, eine Halbitalienerin, die war bekannt mit dem Diethart Kerbs“, erinnert sich Wader. „Die erzählte mir, dass es im Hunsrück einen Ort geben würde, wo sich Leute treffen, die auch Lieder schreiben würden. Ich meinte, das kann nicht sein, weil ich wirklich der Überzeugung war, ich wäre der einzige, der Lieder schreibt. Es gab nicht die Spur einer Szene, die mir bekannt gewesen wäre.“ Im SFB-Fernsehen sah er 1965 die Sendung Jamboree Chanson Folklore. „Das hat mich so umgehauen wie der Moment, als ich das erste Mal Brassens gehört hatte. Ich entdeckte Franz Josef Degenhardt und Dieter Süverkrüp. Was ich als unglaublich beglückend empfand. Damit waren wir ja schon eine Bewegung. Und dabei wusste ich gar nicht, dass es auch damals noch mehr von uns gab.“

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Update vom
29.04.2012
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