LABELPORTRÄT 56
Marktbereinigung, Nischenmusik und Kulturarbeit
Lotus Records
TEXT: HARALD JUSTIN
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Irgendwie muss die Musik zum Hörer kommen. Wer kein Freund des Downloads ist und
noch materielle Tonträger bevorzugt, kommt deshalb an den Vertrieben, den
klassischen Kulturdienstleistern, nicht vorbei. In Österreich ist Lotus Records
der Vertrieb, wenn es um den guten Ton zwischen Jazz, Klassik und Weltmusik geht.
Wir suchen die
letzten Nischen
für die
Nischenmusik.
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Zum Frühstück in einem Wiener Hotel hat Harald Tautscher, der quirlige Chef von
Lotus Records, mehrere CDs mitgebracht. Etwa die der Sängerin und Gitarristin
Fatoumata Diawara aus Mali, Fatou, erschienen auf dem britischen Label
World Circuit. Nick Gold, den Chef von World Circuit, kenne ich schon lange.
Vor Jahren las ich in einer Zeitung von einem afrikanischen Musiker, der wie der
Bluessänger John Lee Hooker klinge. Sensationell. Ich wollte, dass man den in
Österreich hört. Ich bin seit 1977 in der Musikbranche, den Versand und Vertrieb
Lotus Records gibt es seit 1988. Somit fiel die Gründung von Lotus Records
zeitlich nahe zusammen mit dem Auftauchen der ersten Ali Farka Toure-Alben in
Europa. Richtig. Ich rief in London bei Gold an, der Ali Farka Toure für den
Westen entdeckt hat. Seitdem vertreibt Lotus die Sachen von World Circuit, und
ich bin zudem mit Nick Gold befreundet.
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FOLKER auf Papier
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