Zaz - Foto: Michael Pohl

LIEBER IN RUDOLSTADT
ALS AM MEER

Zaz

Annonce als Karrierestart:
„Suche kaputte Stimme, rockig.“

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AKTUELLES ALBUM:
Zaz
(Sony, 2010)

Zaz

ZAZ UNTERWEGS:
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09.10.11 L-Luxemburg: Philharmonie

Sie kam zwar mit reichlich Verspätung auf die Bühne. Aber dennoch eroberte Zaz schnell das Publikum bei ihrem Auftritt beim diesjährigen TFF in Rudolstadt. Nicht zuletzt mit der in ein Lied eingebauten Zeile „Moi, je préfère Rudolstadt à la mer!“ – „Lieber in Rudolstadt als am Meer!“. Die französische Sängerin – bürgerlich Isabelle Geffroy – erzielte im vergangenen Jahr in ihrem Heimatland Mehrfachplatin mit ihrem Debütalbum. Im Folker-Gespräch erzählt Zaz, wie sie zu ihrer Stimme fand.

Was hast du als Teenager gehört oder gesungen?

Merkwürdigerweise gab es bei uns zu Hause in Tours, dann in der Bretagne, eigentlich kaum Musik. Ich erinnere mich nur an einen Plattenspieler, auf dem manchmal einer Die vier Jahreszeiten von Vivaldi auflegte. Oder Peter und der Wolf von Prokofjew. Als ich ein junges Mädchen war, hörte ich die Musik, die meine ältere Schwester mochte: Goldman, Cabrel, was damals angesagt war. So mit dreizehn, vierzehn hörte ich dann Metallica. Und, als ich schon in Bordeaux war, Noir Désir. Die liebe ich. Die Texte, die Musik, wunderbar! Das hat wirklich Stil, eine ganz eigene Handschrift. Mit einundzwanzig bin ich dann in eine Schule für Gesangsausbildung gekommen:
Zaz; Foto: Frank Szafinski
Vokaltechnik, afrokubanische Workshops, die ganzen Rhythmen, Gospel und Latin, Jazzgesang im Ensemble. Das habe ich ein ganzes Jahr lang ausprobiert. Und meine erste Gruppe war dann eine Bluesband, mit vier Mitschülern. Jeden Donnerstagabend war Umtrunk mit Musik angesagt.

„Jeder Mensch ist ein
gewichtiges Element
des Lebens überhaupt,
und jeder ist irgendwo
verantwortlich für die-
ses Leben; auch dafür,
wie man es lebt.“

Kann man sagen, dass alles dort in Bordeaux angefangen hat, was du jetzt machst?

Ja. Unbedingt.

Ein bisschen Gypsy Swing, Django Reinhardt, eine sehr französische Art der Chansonbegleitung, wie bei Aznavour, Nougaro, Jonasz, auch Brassens.

Mein musikalischer Werdegang hängt total vom Leutekennenlernen ab. Als ich die Ausbildung machte, da verdiente ich meinen Lebensunterhalt noch nicht mit Singen. Dann wurde ich eingeladen, bei einem Varietéorchester vorzusingen. Wir waren sechzehn Leute, davon vier Sängerinnen, in Paillettenkleidchen, mit hohen Absätzen. Es war total surrealistisch! Und das war das erste Jahr, dass ich fürs Singen bezahlt wurde. Aber nach zwei Jahren war ich es leid, weil ich nichts mehr dazulernte, immer nur dieselben Schlager, und ich wollte doch in eine Gruppe gehen, wo komponiert wurde.

Die Fragen stellte Walter „Woltähr“ Liederschmitt

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Update vom
27.08.2011
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