ZIGGY MARLEY
Family Time
(Tuff Gong Worldwide TGW 0004/Groove Attack, www.ziggymarley.com
)
12 Tracks, 45:35, mit engl. Texten u. Infos
Wild And Free
(Tuff Gong Worldwide 0411/Groove Attack, www.ziggymarley.com
)
Promo-CD, 12 Tracks, 49:57
Mit drei kleinen Kindern aus zweiter Ehe – neben den dreien aus erster
– ist Rita und Bob Marleys Erstgeborener Ziggy hinreichend legitimiert,
sich für Kinder zu engagieren, was er denn auch tut, nicht zuletzt in seiner
eigenen Wohlfahrtsorganisation Unlimited Resources Giving Enlightenment (URGE).
Family Time, eingeskankt mit Gästen wie Rita, Cedella und dem kleinen Judah Marley, Paul
Simon, Willie Nelson, Jack Johnson und Jamie Lee Curtis als Sprecherin zweier
Gedichte, bleibt hinter vielen ungleich mitreißenderen Reggaegrooves in der
Karriere des ehemaligen Melody Makers deutlich zurück, ist aber vor allem, wenn
es kindgerechte Texte serviert doch ziemlich hübsch: A is for Africa
, C is
for Caring
, K is for Kiss
, U is for Unity
, Z is for Ziggy. Fokus
natürlich: Ziggy says imagine you can fly. Auf welche Weise er dies selbst
bevorzugt tut, klärt gleich der Eröffnungs- und Titelsong des Nachfolgealbums:
I see hemp fields forever growin wild and free, ruft er da Schauspieler Woody
Harrelson zu; I see marijuana trees blowin in the breeze, antwortet der. Die
Legalisierung des Reggae-Grundnahrungsmittels in Kalifornien – ein anderes
Anliegen Ziggy Marleys. Und fast möchte man ihm beipflichten, denn auch
Wild And Free, ebenfalls von Don Was produziert, kann, wenn auch durchaus solide, nur in
Momenten mithalten mit so manchem seiner bisherigen Werke. Schon gar nicht mit
Love Is My Religion, das als letztes Studioalbum vor Family Time
noch glühte vor Zauber und Eindringlichkeit, dass es heute noch törnt.
Christian Beck
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