HEIMSPIEL



 

WIR WAREN DAS FOLK – EIN BLICK ZURÜCK

Folk in der DDR

Ausstellung in der Alten Mälzerei Eisenach

Plakat Folkausstellung
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Folksession im Jazzkeller zur Ausstellungseröffnung

Obwohl es bereits 1997 in Plauen, Leipzig und Rudolstadt eine Ausstellung zu den frühen Jahren der DDR-Folkszene gab, trifft man noch immer viele Folkies, für die diese Bewegung absolutes Neuland darstellt. Dabei war Folk neben Jazz und Blues in der DDR der lebendige Beweis, dass dort Kulturströmungen auch von unten entstanden und nicht – wie einige Politiker und Medien heute gern behaupten – nur von oben verordnet wurden.

TEXT: REINHARD „PFEFFI“ STÄNDER

Das thüringische Eisenach zählte in den Siebziger- und Achtzigerjahren nicht zu den Hochburgen der Folkszene, obwohl auch hier Folkbands auftraten. Den Musikern Ines und Jörg Andraczek aus der Sektion Folk des Jazzclubs Eisenach ist es zu verdanken, dass nach Jahren wieder an die Zeit der Latzhosen, Vollbärte, Alulöffel und Brummtöpfe erinnert wird. In der ehrwürdigen Alten Mälzerei, die auch das sehenswerte Internationale Archiv für Jazz und populäre Musik der Lippmann+Rau-Stiftung beherbergt, ist seit Anfang Oktober und noch bis Ende Januar 2011 eine kleine, aber feine Ausstellung zur Geschichte der DDR-Folkmusik zu sehen. Die Andraczeks – beide sind seit Jahren in der Folkgruppe Spätlese aktiv – kamen bei einem Konzert von Ben Sands und Manfred Wagenbreth auf die Idee, eine solche Ausstellung in Eisenach zu organisieren. Unterstützt wurden sie dabei in erster Linie durch das Ex-Folkländer-Mitglied Wolfgang Leyn, der die inhaltliche Hauptarbeit leistete und ohne dessen fundiertes Wissen diese Qualität nicht zustande gekommen wäre. Übrigens zeichnete Leyn auch schon für die erwähnte 97er-Ausstellung verantwortlich. Wesentlichen Anteil hatten außerdem der ehemalige Jazzclub-Vorsitzende Reinhard Lorenz, der Musikhistoriker Ralf Gehler sowie Daniel Eckenfelder, der das Layout der Tafeln gestaltete und den Druck übernahm.

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KLASSE STATT MASSE

Die Folk-Pack-Konzertreihe in Lüdenscheid

Qualität setzt sich auf Dauer durch

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Kultur ist derzeit eine der liebsten Melkkühe in Ländern und Kommunen. Insbesondere die kleinen Veranstalter stehen finanziell mit dem Rücken zur Wand. Trotzdem findet man sie noch, die florierenden Konzertreihen. Im sauerländischen Lüdenscheid zum Beispiel. Dort gibt es den Kulturverein Kalle e. V., gegründet von Leuten, die hauptberuflich in der städtischen Jugend- und Kulturarbeit beschäftigt waren und nach der Schließung ihres Jugendzentrums seit Anfang der Neunzigerjahre ehrenamtlich dazu beitragen, dass man in Lüdenscheid auch zukünftig – daher der Vereinsname – „Kultur alternativ und live erleben“ kann.

TEXT: ULRICH JOOSTEN

Markus Scheidtweiler

1995 ziehen der Lehrer Markus Scheidtweiler und seine Frau Barbara nach Lüdenscheid. Sie schließen sich dem Verein an und helfen mit, Kabarett- und Kleinkunstveranstaltungen zu organisieren. „Der Verein bot aber auch eine geeignete Plattform für unsere eigene Folkband Portmeirion“, erzählt er. „Eigene Konzerte zeigten, dass die Leute hier sehr offen und für handgemachte Musik zu begeistern sind. Wir haben dann angeboten, eine Reihe mit ähnlicher Musik, jedoch mit professionellen, internationalen Künstlern zu organisieren.“

Was als Versuch geplant war, läuft nun seit zwölf Jahren. Nahezu vierzig Konzerte finden in dieser Zeit statt, zu denen die Künstler oftmals exklusiv aus England, Schottland, Irland und den USA anreisen. Scheidtweiler ist sich des Risikos bewusst, eine in der breiten Öffentlichkeit – wenn überhaupt – eher als Nischenmusik wahrgenommene Musiksparte zu präsentieren. Zumal er nicht nur auf Künstler setzen will, die bereits einen Namen in Deutschland haben. „Show of Hands“, erinnert er sich, „oder Chris While & Julie Matthews zum Beispiel haben bei uns ihre ersten Deutschlandkonzerte gegeben.“

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MUSIKERZIEHUNG IN DER GRUNDSCHULE

„Jedem Kind ein Instrument“

Das Ruhrgebiet als musikpädagogischer Trendsetter

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Noch viel zu oft wird musikalische Früherziehung als letztlich überflüssiger Luxus betrachtet. Dass es auch anders geht, zeigt die Initiative „Jedem Kind ein Instrument“, die von der gleichnamigen Stiftung getragen wird.

TEXT: WOLFGANG KÖNIG

Jedem Kind ein Instrument

Eines der beiden Vorstandsmitglieder der Stiftung ist Manfred Grunenberg, der als langjähriger Direktor der Musikschule Bochum die Idee entwickelte. Konkretisiert wurde sie gemeinsam mit der Zukunftsstiftung Bildung, die ein großangelegtes Projekt zur grundlegenden Verbesserung der Situation an den Schulen fördern wollte. So entstand der Plan, allen Bochumer Grundschulkindern das Angebot zu machen, ein Instrument ihrer Wahl zu erlernen. Für dieses Projekt, das den Namen „Jedem Kind ein Instrument“ bekam, wurde ein Finanzbedarf von 500.000 Euro zum Kauf von Instrumenten errechnet. Mit der Zusage der Zukunftsstiftung Bildung, diese Kosten zu übernehmen, kam das Projekt ins rollen, und im Februar 2007 nahm es konkrete Gestalt an.

Schließlich entstand beim Land Nordrhein-Westfalen und der Kulturstiftung des Bundes, die sich mit zehn Millionen Euro beteiligte, die Idee, „Jedem Kind ein Instrument“ auf das ganze Ruhrgebiet auszuweiten. Der Status der Region als europäische Kulturhauptstadt 2010 war dabei als Anlass nicht ganz unwichtig, aber die Motivation war komplexer. Unbestritten ist mittlerweile, dass frühe musikalische Bildung die Lern- und Konzentrationsfähigkeit sowie das abstrakte und strategische Denken von Kindern verbessert, ihr Selbstbewusstsein stärkt und sich positiv auf soziale Kompetenzen wie Einfühlungsvermögen und Teamfähigkeit auswirkt.

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ECHTE MUSIK FÜR ECHTE MENSCHEN

Reigen

„Ich tue mir das freiwillig an“

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Ein Klubbetreiber wie Wolfgang Windbacher mit dem Reigen in Wien ist außerdem Geschmacksverstärker, Organisator, Strippenzieher und Musikliebhaber in einer Person. Und Botschafter einer besseren Welt, in der reale Musik den Vorzug gegenüber einer bloß virtuellen hat …

TEXT: HARALD JUSTIN

Airto Moreira, Wolfgang Windbacher und Flora Purim

Am Reigen ist schlecht vorbeizukommen. Ein Grund ist die Verkehrsanbindung. Wer von der Stadtmitte her an der U-Bahnstation Hietzing aussteigt, dem bieten sich drei Möglichkeiten: Entweder linksrum, Richtung Schönbrunner Tiergarten, zum ältesten Zoo der Welt und einem besonderen Publikumsmagneten. Ohne Lust aufs Tier könnte man sich auch kopfüber von der Brücke auf die Gleise der U-Bahn stürzen. Oder sich der Dinge rechter Hand erfreuen: Zwischen einem Sonnen- und Fitnessstudio und einem Wirtshaus kündet eine überlebensgroße, handbeschriebene weiße Tafel von den musikalischen Ereignissen, die da kommen werden – im Reigen. Der befindet sich eine Treppe tiefergelegt, links als Klub, rechts als Kneipe. Dass er sich durch ein Jugendstilambiente auszeichnet, wie beworben, sieht man im Dunklen nicht unbedingt, ahnt man höchstens an einigen Kacheln, sofern man nicht von den mit Autogrammen verzierten Plakaten und Fotos der hier bereits aufgetretenen Musiker abgelenkt ist.

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Update vom
27.12.2010
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