5 Minuten mit...

Uncle Earl

Weibliche Old-Time- und Bluegrassklänge runderneuert

Uncle Earl
Alison Krauss und Robert Plant bekamen für ihre ungewöhnliche Zusammenarbeit einen Grammy. Doch Plant ist nicht der einzige Led-Zeppelin-Musiker, der sich vom Old-Time- und Bluegrassfieber hat anstecken lassen. Auch John Paul Jones ist von diesen Klängen fasziniert. Der Bassist produzierte das 2007 erschienene zweite Album des Damenquartetts Uncle Earle. Und bei einigen Titeln von Waterloo, Tennessee ist er auch zu hören. Jones und Uncle Earl hatten sich 2004 beim Rockygrass Festival in den USA kennengelernt. Nach einer Session in einer Bar stand sein Name ganz oben auf der Produzentenwunschliste der Musikerinnen für ihre nächste CD.

Text: Michael Kleff

AKTUELLE CD:
Waterloo, Tennessee (Rounder, 2007)

Waterloo, Tennessee

UNCLE EARL UNTERWEGS:
go! www.musiccontact.com
01.05.10: Wendelstein, Jegelscheune
02.05.10: Marburg, Kfz
06.05.10: Niederstetten, Alte Schule
07.05.10: Kirchheim/Teck, Club Bastion
08.05.10: Alberswil (CH), Landwirtschaftsmuseum
09.05.10: Neuhäusel, Ev. Kirche
10.05.10: Ingolstadt, Neue Welt
11.05.10: Kempten, Haus International
12.05.10: Fürth, Kulturforum
14.05.10: Bühl, Bürgerhaus
15.-16.05.10: Radebeul, Karl May Fest
17.05.10: Beulbar, Am Viehtheater (mit Fox Tower Bluegrass Band)
19.05.10: Vöhl-Harbshausen, Café Castenada
20.05.10: Stuhr, Ratssaal
21.05.10: Leer, Emsschule
22.05.10: Hildesheim, Jazztime Festival
23.05.10: Virton (B), Hamawe Roots Festival

go! www.uncleearl.net
„Wir spielen Old-Time. Da geht es um Tod, Mord und Selbstmord.“

Uncle Earl gehören neben unter anderem The Crooked Jades, The Old Crow Medicine Show oder Crooked Still zu den Bands, die in jüngster Zeit sehr dazu beigetragen haben, dass Stringband- und Old-Time-Musik sowie Bluegrass auch unter jüngeren Musikenthusiasten wieder angesagt sind. Keimzelle Uncle Earls war die erste CD von K. C. Groves (Gesang, Mandoline, Gitarre, Mandola) Can Your Hear It 1999. Zum Kern der Band gehört neben Groves Kristin Andreassen (Gesang, Gitarre, Fiddle, Banjo-Ukulele), der Rest der Besetzung ist Wechseln unterworfen, aktuell werden die beiden von Stephanie Coleman (Fiddle, Gesang), Paula Bradley und Bryn Davies (Bass, Gesang) unterstützt. Den männlich klingenden Namen begründet Groves so:„Wir fanden es lustig, uns als Frauenband nach den vielen Uncles und Earls in unserer Musikrichtung zu nennen, wie zum Beispiel Uncle Dave Macon oder Steve Earle.“

Aufgewachsen mit Country- und Kirchenmusik entdeckte die Musikerin im ersten Collegejahr zunächst den Folk. „Singer/Songwriter wie Nanci Griffith oder John Prine“, erzählt Groves. „Das war 1990. Ich kaufte mir zunächst eine Gitarre. Als ich begann, mich mit irischer Folklore zu beschäftigen, folgte eine Mandoline. Dann bin ich zum Bluegrass gekommen.“ Am berühmten Augusta Heritage Center in Elkins, West Virginia, lernte sie Laurie Lewis kennen. „Oh, mein Gott“, erinnert sie sich. „Ich dachte, Elvis Presley steht vor mir!“ Lewis ist bis heute eine Mentorin für K. C. Groves. Sie zählt neben Kolleginnen wie Kathy Kallick zu ihren großen Vorbildern.

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Update vom
26.04.2010
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