Akustikgitarrenszene (2) – Europa

„Wird in
Lettland denn
nicht Gitarre
gespielt?“

Pierre Bensusan
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Auch beim zweiten Artikel über das Wirken zeitgenössischer Gitarristen wird es nicht ansatzweise gelingen, alle wichtigen Namen zu erwähnen. Umso weniger als die Perspektive nun ganz Europa umfassen soll. Also, ein Herz gefasst und Mut zur Lücke.

Schon die Frage, wo man die Reise beginnen sollte, ist nicht leicht beantwortet. Gibt es so etwas wie ein Land der Gitarre? Na klar, Spanien. Nirgends sonst wird ein Instrument so unmittelbar mit der Folklore des Landes assoziiert wie die Gitarre auf der Iberischen Halbinsel. Und auch wenn China in der Fertigung von Instrumenten mittlerweile allen Ländern weltweit den Rang abläuft, werden noch immer einige der schönsten Exemplare in „der Wiege der klassischen Gitarre“, in Spanien hergestellt.

Dylan Fowler
Jacques Stotzem
Jan Akkerman
Michael Langer
Paco de Lucia
Sandor Szabo

Text: Rolf Beydemüller

Spanische Gitarrenmusik, das heißt natürlich in erster Linie Flamenco. Unmittelbar und beinahe automatisch fällt dann ein Name, der für die moderne Ausprägung dieses Stils eine Art Synonym ist: Paco de Lucía. Es gibt kaum einen Gitarristen des Genres der jüngeren Generation, der nicht ein wenig wie der „Meister“ klingt und/oder ihn als Inspirationsquelle nennt. Er führte den Dialog mit dem Jazz und dem Rock zu einer Zeit, als er noch etwas „Unerhörtes“ hatte. Unerhört spannend, frisch und inspirierend. Das legendäre Friday-Night-In-San-Francisco-Konzert mit John McLaughlin und Al Di Meola aus dem Jahr 1980 gehört zu den Megasellern unter den Gitarrenalben und hat weltweit zu einer ungeheuren Begeisterung fürs rasante Saitenspiel geführt. Und auch heute noch füllt die Legende de Lucia die größten Säle und Konzertbühnen bis auf den letzten Platz.

Ähnlich mutige Wege gehen zum Beispiel Juan Gómez „Chicuelo“ oder Juan Carmona, den modernen musikalischen Ausdrucksformen des Jazz und Pop gegenüber aufgeschlossen und doch nie die Tradition aus den Augen verlierend. Die Aufnahmen der beiden gehören zum Interessantesten, was der zeitgenössische Flamenco zu bieten hat. Sehr weit aus dem Fenster lehnt sich Gerardo Núñez, der seit vielen Jahren schon modernen Jazz und Flamenco zu verbinden sucht. Pepe Habichuela hat den Klangkörper eines indischen Bollywood-Orchesters gekonnt mit Bulerías und Soleares gepaart, aber natürlich findet man auch das eher traditionsbewusste Gitarrensolospiel eines Paco Serrano oder Rafael Riqueni. Viele werden sich noch an den in Südfrankreich geborenen Gitano Manitas de Plata erinnern, der seinerzeit sogar durch deutsche Fernsehshows tingelte und es als Freund Pablo Picassos zu einer Art Kultstatus gebracht hat, auch wenn man über seine spielerischen Fähigkeiten sicherlich geteilter Meinung sein kann. Auch von ihm gab es in den letzten Jahren einige Neuerscheinungen und Wiederveröffentlichungen.

„... den modernen
musikalischen
Ausdrucksformen
des Jazz und
Pop gegenüber
aufgeschlossen
und doch nie die
Tradition aus den
Augen verlierend.“

Ein anderer unumstrittener Meister der akustischen Gitarre findet sich jenseits der Pyrenäen. Der in Frankreich lebende und wirkende Pierre Bensusan ist ein wirklicher „musician’s musician“. Sein melodischer, sehr virtuoser, fließender Gitarrenstil hat ganze Heerscharen von Fans keltischer Musik inspiriert. Eleganz und Persönlichkeit, Leichtigkeit und Dramaturgie – das alles schafft den unverkennbaren Bensusan-Sound. Im Gegensatz zu vielen Puristen schreckt der DADGAD-Spieler (ein sehr gängiges und beliebtes Gitarrentuning) nicht davor zurück, sein akustisches Spiel mit Effekten wie zum Beispiel Chorus oder Delay anzureichern.

* In einer der nächsten Folker-Ausgaben wirft Rolf Beydemüller einen Blick auf die außereuropäische Akustikgitarrenszene.

... mehr im Heft  

Update vom
24.12.2009
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