Kein Fan von Ironie und postmoderner Cleverness

JULIAN
DAWSON

Drei Jahrzehnte auf der Bühne –
vor 35.000 und vor 50 Zuschauern

Julian Dawson
go! www.juliandawson.com
AUSWAHLDISKOGRAFIE:
Let Out The Pig
(Pläne, 1982)
As Real As Disneyland
(Polydor, 1987)
Live On The Radio
(Watermelon, 1990)
Fragile As China
(BMG/Topless, 1991)
Headlines
(BMG/Topless, 1993)
Under The Sun
(Blue Rose, 1999)
Hillbilly Zen
(Blue Rose, 2002)
Nothing Like A Dame
(Headline, 2006)
Deep Rain
(Blue Rose, 2008)
Live
(Do-CD, DVD; Blue Rose, 2010 - VÖ: 12.2.2010)

JULIAN DAWSON UNTERWEGS:
go! www.musikagenturbehr.de
19.03.10: Saarburg, Singer/Songwriter-Festival
20.03.10: Duisburg, Café Steinbruch
21.03.10: Aachen, Franz
10.04.10: Schwedt, Beatles-Festival
16.04.10: Wolfenbüttel, Bluenote e. V.
20.04.10: Marburg, Acoustic Project

Julian Dawson – groß, glatzköpfig, meist freundlich lächelnd, mit sonnigem Gemüt, ein netter Mensch. Seine Musik – harmonische Pop-, Rock- und Folksongs, eingängig, aber nicht beliebig, emotional, doch ohne Kitsch. Seit 1977 ist der Engländer als Musiker unterwegs, hat über zwanzig Alben veröffentlicht und an die fünfhundert Lieder geschrieben. Er gilt als „artist’s artist“, seine Songs werden von vielen Kollegen gecovert. Er ist ein begnadeter Mundharmonikavirtuose, Sänger und versierter Gitarrist, der auf unzähligen Alben namhafter Musiker mitgewirkt hat. Und die Namen der Gäste auf seinen eigenen Alben ergeben ein nicht minder eindrucksvolles Line-up von Künstlern aus dem Folk-, Rock-, Pop-, Blues- und Jazzbereich.

Text: Ulrich Joosten

„Ich durfte mit sehr
bekannten Leuten
arbeiten und musste
feststellen, dass
die alle einen
Knall haben.“

Julian Dawson wächst mit sechs Brüdern in Kent auf. Nach der Schule jobbt er für ein Jahr und beginnt ein Kunststudium am Exeter College of Art. Die Beatles waren wichtig für Dawson, aber auch „die Kinks, Pete Townshend – die Generation von Leuten, die einerseits sehr unschuldige Platten, andererseits aber auch sehr experimentelle Sachen aufgenommen haben, denen man als Teenager unkritisch zuhörte und die man einfach geil fand. Dieser Einfluss bleibt ein Leben lang und ist nicht wegzudenken. Das hört man vielen meiner Songs an. Andererseits erlebte ich während des Studiums die Musik in den Folkklubs, wo ich Leute wie Martin Carthy und Norma Waterson kennenlernte. Das hat mich genauso gefesselt.“

Julian Dawson

Dawson ist kein politischer Songschreiber. „Jeder weiß, dass Krieg schlecht ist, dass man sich um Kinder kümmern soll usw. Für mich ist jede Sekunde eine neue Möglichkeit, gut oder schlecht zu sein. Das muss ich nicht in Songs haben.“ Lieder schreiben ist für Dawson „eine Lebensnotwendigkeit wie Essen, Trinken und Atmen. Ein guter Song ist einer, der mich überraschen kann und Persönlichkeit hat. Ich liebe Harmoniegesang. Das sind Zutaten, die bei mir immer wieder auftauchen.“

Dawsons Songs haben in jedem Fall viel mit Emotionen zu tun. Er bekennt, sentimental zu sein, daher komme wohl auch sein Hang zur Countrymusik „Ich habe bei vielen Musikjournalisten schlechte Karten, weil die inzwischen mehr auf Ironie, Sarkasmus und postmoderne Cleverness stehen. Doch ich möchte Lieder, die die Leute berühren, und schreibe sie so, wie ich kann. Und es sind dann vielleicht nur Hunderte, die sie hören wollen, nicht Tausende, aber die wollen Emotionen tanken.“

... mehr im Heft  

Update vom
24.12.2009
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