LABELPORTRÄT 40

Smithsonian Folkways

Klangarchiv der Menschheit

TEXT: CHRISTOPH WAGNER

Moses ´Moe´ Asch

Wenn es Pioniere und Wegbereiter der Folk- und Weltmusikbewegung gibt, muss das amerikanische Label Folkways als einer der ersten genannt werden. Folkways hat dem amerikanischen Folkrevival entscheidende Impulse gegeben und lange vor dem Weltmusikboom ein vielfältiges Programm an Musik aus allen Teilen des Globus veröffentlicht. Das Erbe von Folkways wird heute von der Plattenfirma der amerikanischen Nationalstiftung Smithsonian betreut und weitergeführt.

www.smithsonianfolkways.org
    Smithsonian Folkways

Folkways wurde 1948 von Moses Asch gegründet, der bis zu seinem Tod im Jahr 1986 die unglaubliche Zahl von 2.168 Schallplatten veröffentlichte. Asch stammte aus einer jüdischen Familie, die ihre Heimat in Polen 1912 verlassen hatte, als er sieben Jahre alt war. Nach einer Zwischenstation in Nordfrankreich wanderten die Aschs nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs in die USA aus. Der Vater, Sholem Asch, war ein bekannter Schriftsteller, der auf Jiddisch schrieb, mit Albert Einstein befreundet war und in die politischen Debatten der Zeit eingriff.

„Folkways-Schallplatten waren anders – keine industrielle Massenware, sondern liebevoll produzierte Artefakte.“

Nach einem Studienaufenthalt in Deutschland Mitte der 1920er Jahre, wo Moses Asch an der „Electronischen Hochschule“ in Bingen am Rhein eingeschrieben war, kehrte er in die USA zurück, um als Radioingenieur zu arbeiten, bevor er 1940 in New York sein erstes Label gründete. Asch Records spezialisierte sich zunächst auf jüdische Musik, ein Markt, der von den großen Plattenfirmen vernachlässigt wurde. Der schwarze Songster Leadbelly erweiterte das Programm um Blues. Pete Seeger und Woody Guthrie brachten Folk ein. Doch dann war erst einmal Schluss. Die Schellackknappheit im Zweiten Weltkrieg brachte die Aktivitäten zum Erliegen.

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Update vom
12.02.2010
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