Corvus Corax

„Nicht einfach zum Häufchen Materie werden“

Cantus Buranus

CORVUS CORAX SETZEN SICH SELBST EIN MUSIKALISCHES DENKMAL

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AUSWAHLDISKOGRAFIE:
Cantus Buranus
(Roadrunner Records, 2005)
Cantus Buranus - Live in Berlin
(CD/DVD; Roadrunner Records, 2006)
Cantus Buranus II
(Pica Music, 2008)

Cantus Buranus II

CORVUS CORAX UNTERWEGS:
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13.08.09: Dinkelsbühl, Summer Breeze Festival
21.08.09: Dresden, Filmnächte am Elbufer*
28.08.09: Berlin-Spandau, Zitadelle*
13.09.09: Hamburg, Stadtpark*
* in der Inszenierung von Gert Hof

Etwas Großartiges sollte es werden, was die Berliner Mittelalterband Corvus Corax im Sommer 2005 als neues Projekt vorstellte. Nichts Geringeres als die Neuvertonung von Texten aus der im 13. Jahrhundert niedergeschriebenen Liedersammlung Carmina Burana hatten sich die acht Herren vorgenommen. Drei Jahre Vorbereitungszeit waren der Premiere von Cantus Buranus beim Wacken Open Air vorausgegangen, um dem eine opulente Aufführung mit Orchester, Chor und echten Pferden vor atemberaubender Kulisse auf der Berliner Museumsinsel folgen zu lassen – beinahe torpediert von einem Rechtsstreit mit den Erben Carl Orffs, dem Komponisten der szenischen Kantate Carmina Burana. Da Cantus Buranus aus Sicht der Band noch zu toppen war, nahm man selbstbewusst Cantus Buranus II in Angriff. Inzwischen ertönt dessen Klang bis nach Mexiko und China.

„Wenn ich mir vorstelle, dass man vielleicht zehn Teile macht und das dann mal alles zusammen aufführt ..., über zwei Tage hinweg, ohne Pause. Ist doch toll.“
Teufel

Text: Claudia Frenzel

Dass das Ende der Innovation in Sachen Mittelaltermusik längst noch nicht erreicht ist, diesen Beweis scheinen Corvus Corax antreten zu wollen. Bekannt für ihre optisch ausgiebigen Mittelalterspektakel und ihren elektronischen Ableger Tanzwut, erfüllten sich die Berliner mit der Neuvertonung der als Carmina Burana bekannten „Lieder aus Benediktbeuern“ einen lang gehegten Traum.

Corvus Corax

„Die Carmina Burana liegen ja eigentlich gar nicht so weit weg von dem, was wir sonst machen“, erklärt Harmann der Drescher, einer der Trommler der Band. 1803 in einem bayerischen Kloster entdeckt, gilt die Carmina Burana als eine der größten Sammlungen mittelalterlicher Texte. Die Handschrift wird heute in der Bayerischen Staatsbibliothek in München aufbewahrt. Die Liedtexte beinhalten überwiegend weltliche Themen, wie Trinklieder oder Schwänke über Spieler und Vaganten. Schon lange bedienen sich die Musiker, deren Bandgeschichte bis ans Ende der DDR zurückreicht, dieser Schriften. Förmlich auf der Hand gelegen habe es da, sich diesem Stoff einmal ganz anders zu nähern. Im ersten Anlauf vertonten sie in dreijähriger Arbeit für Cantus Buranus die ersten zwölf Texte.

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Update vom
27.08.2009
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