FOLKER
präsentiert:
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Crosby, Stills & Nash
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Graham
Nash
Musikalische Einmischung
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Mit Titeln wie „Carrie Anne“ feierte Graham Nash Mitte der Sechzigerjahre als
Sänger und Songschreiber der Hollies seine ersten großen Erfolge. Noch vor Ende
des Jahrzehnts verließ er dann die britische Band und gründete in den USA mit
David Crosby und Stephen Stills das Folkrocktrio Crosby, Stills & Nash, dem
sich später Neil Young anschloss. Seit Anfang der Siebzigerjahre tritt Nash auch
solo auf, neben seiner Arbeit mit Crosby, Stills und Young – ob im Duo,
Trio oder Quartett. Mit David Crosby und Stephen Stills kommt der Musiker im
Juli nach Europa. Rechtzeitig zur Tour erschien mit
Reflections eine Retrospektive seiner Karriere auf einem 3-CD-Boxset.
www.grahamnash.com
www.crosbystillsnash.com
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CD-TIPP:
Reflections (3-CD-Box; Rhino, 2009)

GRAHAM NASH UNTERWEGS
(mit David Crosby und Stephen Stills):
03.07.09: Bonn, Museumsplatz
04.07.09: Paris (F), Olympia
06.07.09: Amsterdam(NL), Heineken Music Hall
07.07.09: Brüssel (B), Vorst Nationaal
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Text: Michael Kleff
„Ich schreibe die ganze Zeit“, meint Graham Nash. Er könne damit einfach nicht
aufhören. „Die Quelle versiegt glücklicherweise nicht. Vom ersten Atemzug am
Morgen bis zum Schlafengehen passieren unzählige Sachen. Über alle kannst du
etwas schreiben.“ Zum Beispiel auch darüber, dass ohne Kontrolle des
Bevölkerungswachstums es einmal so viele Menschen geben wird, dass die Erde sie
nicht mehr ernähren kann. Das war vor fast fünfundvierzig Jahren, als Nash
– damals noch bei den Hollies – mit „Too Many People“ nach eigenem
Bekunden seinen ersten politischen Song schrieb. „Darin brachte ich zum
Ausdruck, dass es auf der Welt zu viele Ratten und zu wenig Versorgungsgüter
gibt. Wir haben heute zu viele Menschen, zu viele Ratten. Ich weiß auch keine
Antwort auf das Problem. Vielleicht haben die Chinesen Recht mit ihrer Politik
der Geburtenregelung. Auf jeden Fall müssen wir das Bevölkerungswachstum in den
Griff bekommen. Man muss sich nur die Unterversorgung anschauen, die wir jetzt
schon haben. Vor allem mit Wasser.“
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„Ich hatte
noch nie eine
Blockade beim
Schreiben.“
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Gemeinsam mit Allan Clarke und Tony Hicks bescherte Graham Nash den Hollies
einen Erfolg nach dem anderen. Neben Titeln wie „Stop Stop Stop“, „On A
Carousel“ oder „Dear Eloise“ auch „King Midas In Reverse“. Es war einer der
ersten Songs, bei denen es um ihn selbst ging. „Ich hatte genug von den
typischen Hollies-Sachen. Sie waren eine tolle Band – mit vielen Pophits.
Pop ist die Abkürzung von ‚populär‘. Das ist keine schlechte Sache. Aber es
waren meist erfundene Geschichten, etwas seicht und nicht gerade mit viel
Tiefgang. Bei ‚King Midas In Reverse‘ ging es um das, was ich erlebte.“ Nash
wollte mehr als nur Pophits. Doch die restlichen Hollies wehrten sich dagegen,
das bewährte Erfolgsrezept aufzugeben. Es dauerte daher nicht lange, bis sich
Nash von der Gruppe trennte. Der Rest ist Geschichte. Ausgerechnet mit seinem
„Marrakesh Express“ hatten Crosby, Stills & Nash im Frühjahr 1969 ihren
ersten Hit. Die Hollies hatten den Titel zwar als Demo aufgenommen, aber nicht
veröffentlichen wollen.
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FOLKER auf Papier
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