FOLKER
präsentiert:
TFF Rudolstadt

HANS IM GLÜCK

LUCINDA WILLIAMS

Alles auf Anfang bei der großen Schmerzensfrau des Alternative Country

Lucinda Williams

go! www.lucindawilliams.com
AUSWAHLDISKOGRAFIE:
Ramblin’
(Smithsonian Folkways, 1979)
Happy Woman Blues
(Smithsonian Folkways, 1980)
Lucinda Williams
(Rough Trade/Koch, 1988)
Sweet Old World
(Chameleon, 1992)
Car Wheels On A Gravel Road
(Lost Highway/Mercury, 1998)
Essence
(Lost Highway/Universal, 2001)
World Without Tears
(Lost Highway/Universal, 2003)
West
(Lost Highway/Universal, 2007)
Lu In 08
(Eigenverlag/Download, 2008)
Little Honey
(Lost Highway/Universal, 2009)
Little Honey

Lu In 08
sowie die 2007er Live-Einspielungen von Lucinda Williams, Sweet Old World, Car Wheels On A Gravel Road, Essence und World Without Tears sind über die Homepage zu beziehen.

LUCINDA WILLIAMS UNTERWEGS:
04.07.09: Rudolstadt, TFF
07.07.09: Hamburg, Fabrik
08.07.09: Berlin, Zitadelle Spandau (mit Calexico und Lambchop)

Die Grande Dame der Americana-Musik hat ihr fast schon sprichwörtliches privates Unglück gegen die erklärtermaßen funktionierende Beziehung zu einem Manager, Produzenten und Lebensgefährten in Personalunion eingetauscht. Mit Auswirkungen auf Arbeit und Kunst? Wenn ja, mit welchen? Das sind die Fragen! Zu ihrer Beantwortung gewährte die dreifache Grammy-Gewinnerin dem Folker vor ihren aktuellen Deutschlandkonzerten Einblick in den kreativen Prozess. Einige zarte Andeutungen zu den persönlichen Grundlagen und ihrem Privatleben überhaupt inklusive.

TEXT: CHRISTIAN BECK

Sieben Jahre Arbeit gegen einen Klumpen Gold gegen ein Pferd gegen eine Kuh gegen ein Schwein gegen eine Gans gegen einen Schleif- und einen Feldstein, die ihm beim Trinken auch noch in den Brunnen fallen – ist es tatsächlich Glück, was Hans beim Warentausch von Station zu Station widerfährt bis er zu seiner großen Freude auch noch die letzten beiden lästigen Gewichte verliert?

„Meine Mutter ist
gestorben.
Alles andere –
kein Vergleich“

Einmal, hat das Singer/Songwriter-Schicksal mit Sitz in Austin, Texas, und Los Angeles, Kalifornien, wohl entschieden, einmal wird auch die notorisch unglücklichste Verliebte der Geschichte des Alternative Country von ihrem sprichwörtlichen Pech mit Bassisten und vergleichbaren Zeitgenossen erlöst werden. Dann wird sie befriedet in einer festen Beziehung leben und nichts wird mehr sein wie zuvor. Besser?

Lucinda Williams

„Meine Mutter ist gestorben.“ Schon allein für die knochentrockene Ungeschminktheit, mit der sie ohne den typisch amerikanischen Zwang zur ewig guten Laune ihren unbestechlichen Blick mitunter auch auf sich selbst richtet, hat es Lucinda Williams, 56, verdient, dass sich die Dinge im Licht der neuen Entwicklungen gefälligst zum Positiven wenden. Die Frage nach der größten Veränderung der letzten Jahre, privat wie beruflich, war natürlich ein freundliches Angebot gewesen, selbst positive Akzente zu setzen. Auf dem Präsentierteller. Antwort: „Meine Mutter ist gestorben. Alles andere – kein Vergleich.“

Lucinda Williams

Und lässt einen erst einmal stehen – es kann einem anders werden dabei. Klappe halten. Ein bisschen Zeit geben. Geduld. Bis sie im nächsten Schritt dann schließlich doch einstimmt ins große Hurra über die andere große Veränderung in ihrem Leben. Die in der Berichterstattung der interessierten Medien zuletzt bei Weitem den Löwenanteil ausmachte: „Meine Mutter starb und dann traf ich den Menschen, mit dem ich den Rest meines Lebens verbringen werde.“

„Ich schätze,
wir werden
einen neuen Grammy
bestellen müssen.“

Tom Overby heißt der Wunderknabe, früherer Best-Buy-Manager, der sich 2006 mit der dreifachen Grammy-Gewinnerin verlobte, 2007 ihr Manager wurde, 2008 Produzent ihres aktuellen Albums Little Honey. Mit ihm als Anker verabschiedete sich unser Songwriter-Mädel von späten Barbesuchen und langen Alkoholgewohnheiten, privat wie auf der Bühne, nahm zwischen den Europatourneen 2003 und 2007 geschätzte zwanzig Kilo zu, kam ganz offensichtlich deutlich zur Ruhe.

... mehr im Heft  

Update vom
15.07.2009
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