PLATTENPROJEKTE

Es gibt DVDs, CDs und spezielle Serien, die sich den herkömmlichen Kriterien einer Rezension entziehen. Gerade in einer Zeit, in der Tonträger preiswert produziert werden können, die Menge an Veröffentlichungen inflationär ist und gleichzeitig die Bedeutung des Konzepts CD angesichts neuer verfügbarer Medien mehr und mehr in Frage gestellt zu sein scheint, sind anspruchsvolle Serien besonders wichtig. Engagierte Vorhaben, ganz gleich ob tatsächliche oder angebliche, müssen sich mit strengeren Maßstäben messen lassen als zum Beispiel eine ordinäre Kompilation. In diesem Heft schreibt MICHAEL KLEFF über

64 traumhafte Lieder aus 45 Jahren
Franz Josef Degenhardt – Gehen unsere Träume durch mein Lied

go! www.franz-josef-degenhardt.de

FRANZ JOSEF DEGENHARDT
Gehen unsere Träume durch mein Lied – Ausgewählte Lieder 1963-2008

(Koch/Universal Music,go! www.universal-music.de
4 CDs, 64 Tracks, 5:13:47, mit dt. Infos

Gehen unsere Träume durch mein

Als Franz Josef Degenhardt 1995 – nach 1986 für „Die Lehrerin“ und 1988 für „Lied, für die ich es sing“ – für „Ja, es gibt diese Abende noch“ das dritte Mal mit dem Liederpreis der Liederbestenliste ausgezeichnet wurde, sagte Jurorin Anne Worst in ihrer Laudatio: „Degenhardt steht für ein Stück linke, intellektuelle Kultur in einer Welt, die sich zunehmend ausschließlich als Kultainment definiert. Da geben Comicfuguren als Talkmaster in den Medien den Ton an. ... Da ist für Nachdenklichkeit wenig Platz. Nachdenken über Menschenrechte, Solidarität, Minderheiten, Bedrängte, Vergessene, aber auch Bedrücktheiten, Miefigkeiten, Provinzialismus. Die ganze Enge kleinbürgerlicher Intoleranz, die das Miteinanderleben unterschiedlicher Generationen und Völker so schwer macht. Degenhardt sieht das. Und Degenhardt artikuliert es.“ Wie treffend dieses Urteil ist, zeigt die von Degenhardts Sohn und langjährigem Begleiter Kai auf vier CDs mit 64 Liedern aus den Jahren 1963 bis 2008 zusammengestellte Retrospektive. Gedacht als „Geschenk“ zum 80. Geburtstag, wurde sie mit dem Tod von Väterchen Franz im vergangenen November zum musikalischen Nachruf.

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Update vom
18.02.2012
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