PLATTENPROJEKTE

Es gibt DVDs, CDs und spezielle Serien, die sich den herkömmlichen Kriterien einer Rezension entziehen. Gerade in einer Zeit, in der Tonträger preiswert produziert werden können, die Menge an Veröffentlichungen inflationär ist und gleichzeitig die Bedeutung des CD-Konzepts angesichts neuer verfügbarer Medien mehr und mehr in Frage gestellt zu sein scheint, sind anspruchsvolle Serien besonders wichtig. Engagierte Vorhaben, ganz gleich ob tatsächliche oder angebliche, müssen sich mit strengeren Maßstäben messen lassen als zum Beispiel eine ordinäre Kompilation. In diesem Heft schreibt KAI ENGELKE über

Mundartageh bei BSC Music
Neue Volksmusik aus Bayern

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AUSWAHLDISKOGRAFIE:
Blues Lick, Sekt und wuide Weiber (BSC Music, 2010)
Diverse, Hart und zart - Neue Volksmusik aus Bayern (BSC Music, 2004)
Diverse, Hart und zart II - Neue Volksmusik aus Bayern (BSC Music2007)
Diverse, Hart und zart III - Neue Volksmusik aus Bayern (BSC Music, 2009)
Irxn, Vogelfrei (BSC Music, VÖ: 17.9.2010)
Williams Wetsox, Vaganga aba ned vagess’n (BSC Music, 2010)

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Hart und zart III – Neue Volksmusik aus Bayern

Dass Bayern musikalisch wesentlich mehr zu bieten hat als herzige Hüttenmusi und liebliches Zitherzupfen à la Musikantenstadl, das dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Man denke nur an Hans-Jürgen Buchner (Haindling), Georg Ringsgwandl, den ewigen Rebellen Hans Söllner, an die Biermösl Blosn oder auch an Altmeister Konstantin Wecker. Wirklich erstaunlich ist jedoch die musikalische Vielfalt der (noch) nicht überregional bekannten Talente, die in Bayern leben und produzieren. Das Spektrum reicht von erdigem Bluesrock bis zu sanften Neofolksongs, von deftigen Crossoversounds bis zu filigranen Jazzarrangements, von Bayerntrance zu flottem Ska, von selbstironischen Parodien bis hin zu krachendem Rock ’n’ Roll. Sämtliche Liedtexte kommen selbstverständlich in bayerischer Sprache daher, wobei sich einmal mehr zeigt, Hart und zart junior dass die bayerische Mundart, nicht zuletzt wegen ihres geschmeidigen Klangs und der damit verbundenen guten Singbarkeit, Soul und Blues in sich trägt.

Weil ein gemeinsames Ziel, nämlich die Musik- und Kulturszene in Bayern voranzubringen und ihr ein eigenes Forum zu verschaffen, am ehesten durch die Bündelung der Kräfte zu erreichen ist, taten sich im Herbst 2002 ein paar Musiker ganz unterschiedlicher Stilrichtungen zusammen, um im Jahr darauf ein Mundartfestival in Regensburg zu organisieren. Das Festival, das seither jährlich veranstaltet wird, wurde ein Erfolg, und so fühlte man sich ermutigt, im Jahr 2003 die Mundartageh e. V. zu gründen, deren Vereinsziel es ist, „Musikgruppen und Solokünstler, die sich vorwiegend der bayerischen Mundart bedienen, zusammenzubringen und gemeinsame Strategien zur Förderung und Verbreitung von Mundart in der zeitgenössischen Populärkultur zu entwickeln“. Hauptziel der Mundartageh ist nach wie vor „die Förderung von noch unbekannten Talenten. Gerade für diese Gruppe will die Mundartageh eine Plattform mit Konzerten und Festivals, regelmäßigen Sendezeiten in Rundfunk und TV und einer umfangreichen Internetseite schaffen“.

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Update vom
31.08.2010
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