TFF.Rudolstadt |
RÜCKBLICK |
Von Kai Engelke
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„Das Lied ist die |
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Da gibt es einen ganz bestimmten Typus von Festivalbesucher, der in seiner
Grundausprägung dem Berichterstatter durchaus nicht unbekannt war, den er jedoch
inzwischen keineswegs mehr nur milde belächelt, sondern zutiefst fürchten
gelernt hat, und vor dem die Menschheit daher an dieser Stelle eindringlich
gewarnt werden muss. Und so ist er zu erkennen, der
Hardcoretanzundfolkfestbesucher: Kurze Hose/Rock, Sandalen (in der Regel ohne
Socken), Outdoorjacke (oder Regencape), leicht zerknautschter Panamahut (oder
Baseballcap), in der linken Hand ein zusammengerolltes Programmheft, in der
rechten einen Regenschirm mit überdimensionalem Durchmesser, dessen Gestänge in
aufgeklapptem Zustand einer Vielzahl von interessierten Besuchern nicht nur die
Sicht raubt, sondern obendrein eine permanente Bedrohung des Augenlichts
darstellt. Die weibliche Form der oben geschilderten Spezies trägt normalerweise
um eines der Fußgelenke zusätzlich ein rhythmisch schepperndes Schellenband, das
wohl in erster Linie dazu geschaffen scheint, sich der eigenen Existenz zu
versichern.
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„Man sollte nicht |
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Das bisher Geschilderte ließe sich mit ein wenig gutem Willen noch ertragen, gäbe es da nicht den obligatorischen Rucksack, der im folkfestüblichen Gedränge dem Hintermann oder der Nebenfrau bei jeder kleinen Drehung in regelmäßigen Abständen vor die Brust oder gar an den Kopf geknallt wird. Aber was die Sache regelrecht gemeingefährlich macht, das sind die aus dem Rucksack herausragenden, dreibeinigen, zusammenklappbaren Festivalhocker, deren Beine dem arglosen Mitmenschen jederzeit ein blaues Auge oder noch üblere Verwundungen zufügen können. Treffen, im schlimmsten Falle, mehr als drei dieser Zeitgenossen aufeinander, dann kann es geschehen, dass sie sich mitten im Konzert zu einem gackernden und schnatternden Hühnerhaufen zusammenrotten, dessen nicht enden wollendes Geplapper auch der charismatischste und virtuoseste Musiker auf der Bühne nicht mehr zu stoppen vermag. Vom entgangenen Hörgenuss der Umstehenden ganz zu schweigen. Wie gut, dass wir anderen da ganz anders sind, oder?
So, das musste einmal gesagt werden. Und nachdem nunmehr der Seelenfrieden wieder halbwegs im Lot ist, können wir uns endlich dem eigentlichen Geschehen widmen, nämlich dem grandiosen 18. Rudolstädter TFF 2008.
Rudolstadt ist ja nicht nur das größte Roots-, Folk- und Weltmusikfestival Deutschlands, sondern mit Sicherheit auch das vielfältigste, hochkarätigste, bedeutendste. Beginnen wir (nach der eher emotionalen Einführung) mit den nüchternen Zahlen:
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