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Serras (1999) |
unterwegs: www.kleine-feine-konzerte.de 18.04.07: Halle, Objekt 5 19.04.07: Velbert, Flux 20.04.07: Königswinter, Bungertshof 21.04.07: Berlin-Zehdenick, Klosterscheune 22.04.07: Schwerin, Speicher 23.04.07: Hamburg, Dänische Seemannskirche 24.04.07: Flensburg, Kühlhaus 25.04.07: Kiel, Akkerboom 06.09.07: Stralsund, Kulturkirche 07.09.07: Berlin-Spandau, Kulturhaus 25.10.07: Hütten, Hüttener Krug 26.10.07: Neukirchen-Vluyn, Kulturhalle 27.10.07: Minden, BÜZ Die Deutschlandtournee 2007 wird unterstützt vom Dänischen Kulturinstitut Bonn (www.dankultur.de) und vom Dan Club Düsseldorf. |
Furiose Folkfiddle im Dialog mit einem jazzigen Saxophon;
dazu Rockriffs auf E-Gitarre und eine groovende Backline aus Schlagzeug und
E-Bass: Das dänische Quintett Serras überzeugt durch energiegeladenen Sound
und eine mitreißende Bühnenshow. Frontmann Harald Haugaard, in seiner Heimat
als Teufelsgeiger gefeiert, führt anekdotenreich und plaudernd durchs
Programm. In der Musik mischen sich alte traditionelle dänische Folkmelodien
mit Elementen aus Rock und Jazz. Zu Hause füllt Serras gleichermaßen
Rockpalast und Folkclub, tritt aber auch open air und in Kirchenräumen auf.
Für das Album Second Hand erhielten Sie 2002 den dänischen
Grammy in der Kategorie „Best Contemporary Artist of the Year“, für
die Nachfolge-CD Stand Clear Of The Closing Doors, Please den
gleichen Preis 2005, während Harald Haugaard dafür als „Best Composer“ und
„Best Instrumentalist“ ausgezeichnet wurde. Im Folker!-Gespräch
erzählt er über die Geschichte und aktuelle Projekte der Band.
Von Tom Daun
Serras entstand 1998 aus einer anderen Formation. Mit dem Quintett DUG
hatten wir in Rudolstadt großen Erfolg gehabt; da wollten Mads Riishede, der
Bassist, Sune Rahbek, der Schlagzeuger, und ich die Idee weiterführen. Also
gründeten wir Serras und sprachen zwei andere Musiker an, Sune Hånsbæk, den
Gitarristen, und den Saxophonisten Hans Mydtskov. Als wir uns zum ersten Mal
trafen, wusste keiner so richtig, wie es losgehen sollte. Ich glaube, vor
allem die beiden Neuen fragten sich: „Was soll das Ganze? Was wollen die
eigentlich von uns?“ Mads und ich hatten aber damals ziemlich genaue Pläne.
Wir haben erst mal richtig viel Geld in das Projekt gesteckt: eine Demo-CD
aufgenommen, feine Anzüge für die Bühne gekauft. Jeder investierte etwa
5.000 Dänische Kronen [ca. 700 Euro; Anm. der Red.]. Dann gab’s kein
Zurück - bald kamen die ersten Anfragen, auch aus dem Ausland. Das war sehr
wichtig für die Band, so wuchsen wir zusammen. Jetzt, fast zehn Jahre
später, verstehen wir uns blendend. Wir haben uns sogar spaßeshalber die
Verfassung einer „sozialistischen Bruderschaft“ verpasst.
Heißt das, ihr seid musikalisch gleichberechtigt? Oder gibst du als Frontmann die Richtung vor?
Anfangs schon - da spielten wir vor allem dänische Tanzstücke des 18. Jahrhunderts, etwa aus dem Notenbuch von Rasmus Storm. Daher ja auch der Name der Band [Serras ist eine dänische Tanzform aus dem 18. Jh.; Anm. der Red.]. Und da ich der Einzige bin, der vom Folk kommt, brachte ich die Melodien mit und wir bearbeiteten sie gemeinsam. Wir brauchten damals ein Konzept, einen musikalischen Rahmen, in dem wir uns bewegten. Aber im Laufe der Zeit änderte sich das; inzwischen komponieren wir fast alles selbst, und tun das sogar meist zusammen.
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