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Guitar De Luxe (Warner, 1994) |
unterwegs: 05.11.05: Siegen und Koblenz, Jazzfestival (mit Larry Garner) 06.11.05: Köln, Jazzfestival (mit Ron Williams) 11:00 07.11.05: Münster, Hot Jazz Club (mit Larry Garner) 08.11.05: Rheine, Little John (mit Larry Garner) 09.11.05: Bergkamen, Haus Schmülling (mit Larry Garner) 10.11.05: Osnabrück, Blue Note (mit Larry Garner) 11.11.05: Ahaus, Logo (mit Larry Garner) 05.12.05: Münster, Hot Jazz Club (mit Tom Principato) 06.12.05: Rheine, Little John (mit Tom Principato) 07.12.05: Bergkamen, Haus Schmülling (mit Tom Principato) 08.12.05: Osnabrück, Blue Note (mit Tom Principato) 16.12.05: Ludwigshafen, Das Haus 17.12.05: Bremerhaven, Bluesfestival (mit Ron Williams) |
Crossover - für Puristen ein Gräuel - eröffnet mit der
Verschmelzung verschiedener Stile dem Musiker ein erweitertes Spektrum, um
eine ganz eigene Ausdrucksform zu finden. Im Falle des Gitarristen Gregor
Hilden ist das vortrefflich gelungen, und er selbst bezeichnet sich dann
auch als „Blues-, Soul- und Rhythm-’n’-Blues-Gitarrist mit Hang zum Jazz“.
Es war zunächst ein Anfang mit Hindernissen: Die Wahl zwischen Gitarre und
Schlagzeug fiel zugunsten der sechs Saiten aus, aber ein Jahr Unterricht in
klassischer Gitarrenlehre brachten den Zwölfjährigen seinen Vorbildern aus
dem Radio nicht näher und ließen ihn das Instrument für eine längere Pause
aus der Hand legen. Dann jedoch - so mit 15, 16 Jahren - folgte ein zweiter
Anlauf, und diesmal kam er durch autodidaktisches Erlernen der E-Gitarre
seinen Vorstellungen schon näher.
Von Achim Hennes
Zuhören, ausprobieren, nachspielen - im Alter von 20 Jahren kam es zu einer heftigen Begegnung mit dem Blues. „Ziemlich zeitgleich, Schlag auf Schlag, hörte ich Peter Green, Mike Bloomfield und B. B. King - Blues Jam At Chess, Super Session und Live At The Regal waren meine ersten Bluesplatten, die ich noch heute liebe.“ Peter Green also, der Meister der zarten, subtilen Töne, legte die Messlatte zunächst einmal enorm hoch. „Es war nicht die Wahnsinnstechnik oder ein vordergründig spektakulärer Stil, der mich so begeisterte, sondern die Kunst, zum richtigen Zeitpunkt die richtige Note zu spielen - oder aber auch ganz überraschende Noten, die dem Stück dann eine andere Wendung geben, als erwartet wird.“
Gregor Hilden zog durch Münsters Plattenläden und „... hörte sich durch die Regale ...“, kam so über Larry Carlton und Wes Montgomery auch zum Jazz. Nach dem Zivildienst der Beginn des Studiums, allerdings „... mit Sozialpädagogik ein Fach, welches mir möglichst viel Zeit zum Musik machen lässt ...“. Gut, dass Verständnis und Unterstützung aus dem Elternhaus auch dann fortbesteht, als der Wunsch, Berufsmusiker zu werden, unverrückbar feststeht. „Meine Eltern jedenfalls haben mich und meine zwei Schwestern, die in der klassischen Musik zu Hause sind, immer in allem, was wir machten, nach Kräften unterstützt.“
Viele Jobs, Gigs und Sessions folgen, als zweites Standbein steht die
journalistische Arbeit für die Westfälischen Nachrichten. 1994
erscheint die erste eigene CD. Das Debüt Guitar De Luxe wird von der
Fachpresse begeistert aufgenommen. Im gleichen Jahr beginnt die Arbeit für
die Zeitschrift Akustik Gitarre. „Heinz Rebellius hatte die Idee,
dieses Magazin zu machen, und hat mich gefragt, ob ich als Chefredakteur mit
ihm die Zeitschrift aufziehen möchte.“ Beide Jobs lassen sich wunderbar
miteinander verbinden. Alle zwei Jahre erscheint ein neues Album, 1996
Compared To What...? mit dem Sänger Hans D. Riesop, 1998 Westcoast
Blues und 2000 dann I’ll Play The Blues For You, erstmalig mit
Johnny Rogers am Gesang. Da hat sich Gregor Hildens Ruf als Ton- und
Klangästhet auch schon international herumgesprochen. Ihm ist wichtig, dass
„ein schöner Ton da ist. Der Anschlag ist sehr wichtig, ebenso das Vibrato.
Es ist sozusagen der Fingerabdruck eines Gitarristen. Jeder Bluesgitarrist
hat sein eigenes Vibrato. Die Schwierigkeit liegt darin, dass man es unter
Kontrolle hat, es steuern, dosieren und gezielt einsetzen kann. Andere
Gitarristen verwenden ihre Zeit darauf, möglichst schnell spielen zu können,
und erreichen darin ihre Perfektion, ich habe an anderen Dingen sehr
gearbeitet.“
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