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Shadow Of The Moon (edel, 1997) |
unterwegs: 23.07.05: Chemnitz, Wasserschloss Klaffenbach 24.07.05: Magdeburg, Burg Mark 27.07.05: Berlin, Zitadelle 28.07.05: Hamburg, Schauspielhaus 30.07.05: Tambach, (bei Coburg), Schloss Tambach 31.07.05: Düren, Schloss Burgau 03.08.05: Dinslaken, Burgtheater 05.08.05: Kranichfeld, Niederburg Kranichfeld 06.08.05: München, Herkulessaal |
Die geneigte Leserschaft wird sich fragen, was hat
Popmusik mit den Intentionen dieser Zeitschrift zu tun? Es ist die
Verbindung des Namens Ritchie Blackmore (Deep Purple, Rainbow) mit
Renaissancemusik. Schon in den 70er Jahren zeigte der Stargitarrist der
Hardrockszene ein privates Interesse für das Mittelalter, die Burgen und die
Mystik des 14. bis 16. Jahrhunderts. 1997 machte er sein Freizeitvergnügen
zum Beruf und entwickelte mit seiner Lebensgefährtin, dem Ex-Model Candice
Night, das Projekt Blackmore’s Night. Und es ist großteils historisches,
traditionelles Material, welches auf ganz eigene Weise genutzt und in die
heutige Zeit transferiert wird. Unterschiedlichste Quellen werden verwendet:
mittelalterliches und Renaissancematerial, Klassik, Folksongs verschiedener
Kulturkreise. Dieses Konzept hat einen hohen Marktwert, spielte Gold und
Platin von Europa bis Japan ein. Einerseits sicher durch den Namen Blackmore
bedingt, der seit 35 Jahren international einen hervorragenden Klang hat,
andererseits durch die schlagerhaft glatte Bearbeitung, mit der ein breiter
Massengeschmack angesprochen wird.
Im April 1968 gründete Ritchie Blackmore mit John Lord die Gruppe Deep
Purple, den Hardrockgiganten der 70er Jahre. Mit „Hush“ starteten sie
in den USA sofort in die Top Five. Weltruhm allerdings verschaffte sich
Blackmore mit seinem Gitarrenriff in einem Song, der zur Hymne aller
Luftgitarristen wurde: „Smoke On The Water“. Nach dem Erfolgsalbum
Stormbringer verließ er im Mai 1975 die Gruppe, um mit Cozy Powell
das Projekt Rainbow zu gründen. Schon in einigen Rainbow-Songs (u. a. „Lady
Of The Lake“, „Rising“, „Stargazer“, „16th Century Greensleeves“) und in
seiner dunklen Bühnenaura dokumentierte sich sein Mittelalterhobby. Trotzdem
ließ ihn Deep Purple nicht los: Zwischen Anfang 1984 und Ende 1993 spielte
er wieder mit der Band, um dann von 1994 bis Anfang 1997 weiter mit Rainbow
zu arbeiten. In den letzten Rainbow- und Deep-Purple-Besetzungen tauchte
Candice Night bereits als Backgroundsängerin auf. Im Frühjahr und Sommer
1997 starteten beide dann das Projekt Blackmore’s Night. Und sie
veröffentlichten ihre erste CD Shadow Of The Moon, die weltweit
Aufsehen erregte. In Deutschland hielt sie sich 17 Wochen in den Albumcharts
und in Japan wurde sie sofort vergoldet.
Die E-Gitarre hat Herr Blackmore bei Blackmore’s Night zumeist weit
weggelegt, es dominiert die Westerngitarre, sprich akustische
Stahlsaitengitarre. Mit leichter Hand gespielt, merkt man, dass der Meister
Jahrzehnte routiniert auf diesem Instrument zu Hause ist. Das ist wohl auch
eine seiner Intentionen, diese exzellente Gitarrenarbeit in einer ganz
anderen Sparte anzuwenden. Einer Sparte, die melodisch sehr interessant ist,
aber auch Freiräume für seine Leidenschaft, das Improvisieren bietet. In
einem Interview, geführt von John Young, sagte er bereits 1978: „Im anderen
Extrem bin ich sehr interessiert an mittelalterlichen Sitten, 15.
Jahrhundert, still in einem Park sitzen und kleine Menuette spielen ... Ich
möchte beides aber nicht vermischen. Ich habe das Stadium noch nicht
erreicht, wo ich Klassik so spielen kann, wie ich es gerne würde. Ich glaube
ich würde die Massen vermissen. Wenn du vor 20 Leuten spielst, denkst du
doch, es ist ein bisschen eigenartig, was du da machst. Du brauchst eine
gewisse Reaktion. Fünf- bis zehntausend sind Klasse, darüber hinaus wird es
...“
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Folker!
- ...das Heft testen mit dem
Folker!
-Schnupperabo!
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