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![]() Aktuelle Alben:
Two Horizons (Polydor/Universal, 2003) |
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Mit ihr kam die gälische Sprache in die Top of the
Pops und dennoch ließ sie ihren gälischen Vornamen Máire anglisieren:
Moya Brennan, The Voice of Clannad, vom Leben gebeutelte
Botschafterin des irischen Gesangs. Als Leadsängerin der Geschwistergruppe
Clannad, die 1999 einen Grammy bekam, legte sie mit sphärischer Stimme und
meditativen Klanglandschaften das Fundament, auf dem später die
New-Age-Musik entstand. Auch kennt man ihre Stimme aus den Soundtracks von
König Arthur, Der letzte Mohikaner oder der TV-Serie Robin
Hood. Dass Moya Brennan das Töpfchen vom Kröpfchen unterscheiden kann,
beweist nicht nur ihre 30-jährige Künstlerkarriere, sondern auch ihr
aktuelles, fünftes Soloalbum Two Horizons.
Von Elise Schirrmacher
Nebelig und feucht geht es im Booklet von Two Horizons zu. Moya Brennan, eingehüllt in feines, keltisches Tuch, streicht mit der Fußspitze über sandigen Boden oder watet knöcheltief durch schattiges Wasser, den Blick nach oben gerichtet. Die Bilder sprechen Klartext: Moya Brennan sucht nach der verlorenen Harfe, von der ihr ein „Fremder“ erzählt hat. Angefangen hat alles mit einem Buch, das ihr in die Hände fiel: eine Biographie des blinden irischen Harfenspielers Turlough O’Carolan. Dann schenkte ihr ein alter Mann in New York eine Secondhand-Harfe. Das dritte Signal waren zwei an die Sängerin adressierte Postkarten mit einer Harfe drauf. Wen es jetzt nicht neugierig schaudert, der sollte sich die CD nicht unbedingt zum Geburtstag wünschen. Man muss sich auf Moya Brennan ganz oder gar nicht einlassen.
„Und plötzlich war alles Harfe! Harfe! Harfe! Und ich dachte: Okay, ich hab die Message verstanden!“ Moya Brennan ist eine dankbare Interviewpartnerin. Sie redet ohne Punkt und Komma, sie lacht über sich selbst und sie schwärmt von allem, sogar vom Kölner Jahrmarkt, auf dessen Karussell sie der Express gescheucht hat. „Es ist wunderschön für mich, wieder in Deutschland zu sein.“ Und dann kommt es: „Ohne das deutsche Publikum hätte es Clannad nicht so lange gegeben.“ Das sitzt. Genauso wie das Folgende: „Wir haben uns nicht aufgelöst, wir haben nur eine längere Pause eingelegt. 1973 kam das erste Clannad-Album heraus. Und heute gibt es 18 Alben. Es ist für uns alle wichtig, mal was anderes zu machen. Und wenn wir dann wieder ein Clannad-Album machen [was im Augenblick geschieht, Anm. d. Red.], wird es sehr aufregend sein, weil wir uns individuell verändert haben werden.“
Von 1975 an kam der Clannad-Clan jährlich nach Deutschland. In Irland war es
die Zeit der großen Mitgröl-Balladen, für den sorgfältig arrangierten
Gaelic Folk des Quintetts aus Donegal war die Welt noch zu wild.
„Wir waren zu leise für unser Land“, erzählt Moya Brennan,
„und um England machten wir einen großen Bogen, weil wir es nicht für
politisch korrekt hielten, dort zu spielen. Umso lieber kamen wir nach
Deutschland. Die liebten, was wir machten, die mochten einfach den Klang der
gälischen Sprache. Später wollten dann einige deutsche Fans nicht, dass wir
uns verändern. Aber wir haben uns immer gereckt und gedehnt, sonst
hätten wir ja niemals 30 Jahre durchgehalten.“
Über dem Osten Irlands erhebt sich der sagenumwobene Berg Tara. Hier trafen sich Heilige, Könige und Krieger der irischen Mythologie. „Es ist eine Art Konzeptalbum“, sagt die Sängerin mit den tellergroßen Augen, „eine Geschichte über die Harfe von Tara. Ich hörte plötzlich immer mehr Dinge über diesen Ort, sie zogen mich fort. Im Eröffnungslied ‚Show Me’ treffe ich meinen ‚Stranger’, von dem ich nicht weiß, ob er aus unserer Zeit oder aus einer früheren stammt. Er erzählt mir von der verlorenen Harfe und wartet darauf, dass ich sie nach Tara zurückbringe.“
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