backZum Wohle des Folkes

Kontakt:

Malzhaus e.V.
Alter Teich 7-9
08527 Plauen

Tel.03741-1 53 20
www.malzhaus.de

CD-Tipps:

„Folkherbst-CD Vol. 1“ (Preisträger 92-95, 1996)
„Folkherbst-CD Vol. 2“ (Preisträger 96-98, 1999)
Vol. 3 erscheint in ca. zwei Jahren

Landluper – „Folk aus Plauen“ (1999)
Landluper – „Live im Malzhaus 1999“ (2000)

(alle CDs erschienen bei Loewenzahn/HeiDeck)

Buch-Tipp:

Ute Gotter/Ulrich Wolff/Jürgen B.Wolff:
„Das Malzhaus in Plauen“
Loewenzahn 2000
ISBN 3-9804766-2-6.

27.09.-31.01.04
Folkherbst im Malzhaus:

27.09.03 Eröffnungsveranstaltung &
    1. Wertungskonzert: 17 Hippies
04.10.03 2. Wertungskonzert:
    Haugaard & Høirup
10.10.03 3. Wertungskonzert:
    Warsaw Village Band
17.10.03 4. Wertungskonzert: Hundsbuam
25.10.03 5. Wertungskonzert:
    Florentin Chiran & Trio Romania
01.11.03 6. Wertungskonzert:
    Kostas Antoniadis & Ensemble
07.11.03 7. Wertungskonzert: Adesa
21.11.03 8. Wertungskonzert:
    Traband (Tschechien)
31.01.04 Preisverleihung

Im Zeichen des eisernen Eversteiners

30 Jahre Kultur und zwölf Jahre Folkherbst im Plauener Malzhaus

Ohne Zweifel kann man das Malzhaus im vogtländischen Plauen als Geburtsort der DDR-Folkszene betrachten. Aber – im Gegensatz zu manch anderem Veranstalter im Osten – hat sich dieses Kultur- und Kommunikationszentrum auch nach der Wende weiterentwickelt zu einem wahren Mekka für Folk- und Weltmusikfans. Grund dafür ist einerseits die wechselvolle Geschichte des Hauses, besonders in den siebziger und achtziger Jahren, aber mit dem alljährlichen Folkherbst auch der einzige europäische Folkpreis, der seit einem Dutzend Jahren vergeben wird.

Von Reinhard „Pfeffi“ Ständer

Um das Jahr 1200 wurde die Burg der Grafen von Everstein erbaut und auf deren Resten 1730 das Malzhaus. Nach wechselvollen Jahren des Verfalls entdeckte 1973, in einer günstigen Zeit für DDR-Jugendarbeit (10.Weltfestspiele) der damalige FDJ-Singeklub „Salaspils“ die alten Kellergewölbe und baute sie zu Proberäumen und einem unkonventionellen FolkherbstJugendclub um. Initiator Jürgen B. Wolff (später Folkländer, Duo Sonnenschirm, TFF Rudolstadt) wurde nicht nur für knapp ein Jahr erster Clubchef, sondern sorgte mit seiner Vorliebe für irische – später für deutsche – Folklore dafür, dass bald zahlreiche junge Musiker wie Erik Kross (Folkländer, Heureka), Peter Miethe (Notentritt) oder Kies und Ko (Wacholder) zur Malzhaus-Szene gehörten. Der Club entwickelte sich rasant, neben Folk auch mit Rock, Jazz, Film, Lesungen, Kunstvorträgen und Galerie. 1979 gründete sich mit Landluper die Folk-Hausband, die noch heute zu den beliebtesten Folkies im Osten zählt. Den Funktionären und der Stasi wurde das ganze Treiben aber Anfang der achtziger Jahre suspekt, so dass man 1982 trotz massiver Proteste das Haus unter dem Vorwand des schlechten baulichen Zustandes schloss. In einer Abschiedswoche wurden gleich mehrere kritische „Malzhauslieder“ verfasst und gesungen, u.a. von Wolff/Kross, Notentritt und Jörg Kokott. Außerdem fand kurz zuvor (1981) eine „Folkhochzeit“ von Landluper und Jens-Paul Wollenbergs Gruppe Quitilinga statt, die kurz zuvor verboten worden war und dadurch wieder auftreten konnte. Alle Protestaktionen, z.B. eine Staatsratseingabe, blieben erfolglos, viele Malzhäusler verließenFolkherbst frustriert die DDR. Erst nach der Wende, am 31.3.90, wurde das Haus als „Autonomes Kulturzentrum“ wiedereröffnet. In den Jahren danach folgte eine umfangreiche Sanierung, darunter viel in Eigenleistung. Die Zahl und das Niveau der Veranstaltungen stieg, neben Folk auch Kabarett und Kleinkunst, Kino, Ausstellungen, Livemusik von Rock bis Jazz, auch Open Air. Stars wie Rio Reiser, Bob Geldof, Canned Heat, Dissidenten und Fairport Convention gastierten. Heute bietet das Malzhaus auf vier Etagen Kultur und Gastronomie für alle Altersgruppen vom Teenie bis zum Senioren. In einem empfehlenswerten Bild-Textband kann man die einzigartige Geschichte des Hauses nacherleben.


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Mehr über das
Plauener Malzhaus
im Folker! 5/2003