backDeutscher Folkpreis beim TFF Rudolstadt 2002

Einfach "RUTH"

Nominierungen stehen fest

Während sich kurz vor dem traditionsgemäßen Auftakt des Tanz&Folkfests Rudolstadt pünktlich um 18 Uhr vor dem Rathaus der Stadt noch so manche Programmänderung ergeben hat - so sind Ula Dudziak, die legendäre Jazz-Sängerin, und Swoja Droga, der Gewinner des Grand Prix des "Neue Traditionen"-Wettbewerbs 2002 des Polnischen Rundfunks neu im Länderschwerpunkt Polen; Wu Wei spielt statt Burintegus beim Kniegeigenprogramm und aus Australien stößt Peter Biffin mit seiner selbstentwickelten futuristischen Kniegeige Tarhu hinzu; Absagen kamen von Wadaikobrazz, Curro Pinana, Garufuna All Stars und Saban Bajramovic & Mostar Sevdah Reunion; dafür kann man sich freuen auf Willy DeVille (USA), Shibusashirazu (JAP), Tinariwen (MLI), Danyel Waro (REU), Brina & Strings.si (SLO) und Hamza El Din (SUD) - stehen die Teilnehmer des Deutschen Folkpreises 2002 fest.

"Aus eins mach vier" hieß die Überschrift des Interviews mit Markus Brachtendorf (DFP-Pressesprecher) und Robert Zollitsch (DFP-Juryvorsitzender) in Folker! 2/2002. Zum damaligen Zeitpunkt war noch nicht klar, ob das von beiden gründlich reformierte Konzept tatsächlich Früchte tragen würde, ob nach jahrelangen endlos erscheinenden Diskussionen endlich eine praktikable Lösung gefunden war. Denn die Ausschreibungsphase lief noch auf Hochtouren und der Briefträger stöhnte von Tag zu Tag mehr über die Postberge, die er in die Geschäftsstelle schleppen musste.

Von Liane Fürst

Inzwischen konnte per Pressemitteilung bekannt gegeben werden, dass die Ausschreibung mit einem Rekordergebnis von Bewerbungen geendet hat. Statistiker würden von einer 300-prozentigen Steigerung sprechen. Der absolute "Bringer" dabei war die Idee, einen Folkpreis-Beirat ins Leben zu rufen. Multiplikatoren aus der Folk- und Weltmusikszene, wie Veranstalter, Labelinhaber, Musikagenten, Journalisten, also Leute, die sich im Fach und in ihrer Region auskennen, wurden gebeten, Gruppen bzw. Künstler zu nennen, die ihrer Meinung nach sich unbedingt in einer Sparte bewerben sollten. 40 Beiräte schickten ca. 180 Vorschläge. Diese Bands bzw. Solisten erhielten daraufhin eine Einladung zur Bewerbung. Effektiver und gezielter kann man kaum potenzielle Preisträger "fischen". So hatte es die Jury Mitte April auch nicht leicht, die jeweils drei Nominierten in den Sparten Deutsche, Globale und Neue Roots zu bestimmen. und nach eingehender Prüfung zwei Wochen später daraus den Preisträger pro Sparte zu wählen.

Zwar steht somit schon jetzt fest, wer zum Tanz&Folkfest spielen wird. Aber ein bisschen Spannung soll noch erhalten bleiben, bis am Festivalfreitag, also am 5. Juli, nach dem Eröffnungskonzert auf der Hauptbühne auf dem Rudolstädter Markt die Gala der Preisträger startet. Ja, es stimmt wirklich. Das Tanz&Folkfest hat kurz entschlossen das Festivalprogramm umgestellt. Anstelle der Neumarktbühne am Samstagabend und einem "unter ferner liefen..." zweiten Programmplatz im Park erhält jeder Preisträger entsprechend seinem Profil eine angemessene Spielstätte dort, wo diejenigen Festivalbesucher hingehen, die sich für die jeweilige Musikrichtung interessieren. Mehr wird noch nicht verraten. Kein Geheimnis ist jedoch, dass es wieder eine Folkpreis-CD geben wird, allerdings keine mit Titeln, die kurz zuvor unter Workshop-Bedingungen neu eingespielt wurden, wie in den Jahren davor, und vor allem dank der Geduld und Professionalität des Bremer Thein-Studios hörbare Tracks bot. Die 2002er Scheibe enthält eine Zusammenstellung aller neun Nominierungen, so dass es sich bereits lohnt, zu den drei Auserwählten pro Sparte zu gehören. Pünktlich zur Preisträger-Gala wird die CD Publikum und Presse präsentiert, und am Montag nach dem Festival auch für den Rest der Welt zu haben sein.


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im Folker! 4/2002